Europatour bringt vielfältige Erfahrungen

+
Während der dreimonatigen Europatour hat der Blintroper Henrik Schmoll-Klute viel gesehen und jede Menge Erfahrungen gesammelt. Bei seiner Reise durch West-, Süd-, Ost- und Nordeuropa war der Sauerländer in 20 Ländern. 

Neuenrade - Henrik Schmoll-Klute ist wieder da. Der Blintroper war per Interrail auf Europa-Tour und hat in knapp drei Monaten einen guten Teil Europas erfahren, hat in Hostels übernachtet, war viel zu Fuß unterwegs, hat jede Menge Leute kennengelernt und einen gewaltigen Erfahrungsschatz erworben.

Fit, trainiert und munter ist er, hat sich einen Bart wachsen lassen und muss im beschaulichen Blintrop erst einmal wieder zur Ruhe kommen. 

Er ist „unglaublich dankbar, gesund und mit allen Wertgegenständen wieder zu Hause angekommen zu sein“. Die letzten Tage der Tour waren „auch anstrengend“. Zuletzt musste er sich morgens aus dem Bett quälen. 15 bis 20 Kilometer pro Tag musste er zu Fuß bewältigen und das fordert Tribut – selbst bei einem jungen Mann. Am Ende ist er 1550 Kilometer auch gelaufen. Und am Ende ist er auch froh, es allein gemacht zu haben. „In dieser Geschwindigkeit zu zweit, das wäre nicht möglich gewesen.“ 

Alltag hat ihn noch nicht wieder 

Noch hat ihn nicht der Alltag wieder, noch spricht die Begeisterung aus ihm. „Es würde mich freuen, wenn viele andere junge Leute etwas Ähnliches machen und ihren Weg nach Europa finden würden. Sie werden unglaublich viel an Erfahrungen mitbringen“, meint Schmoll-Klute. Der Europatrip müsse auch nicht per Interrail sein, viele junge Leute seien auch mit der Mitfahrzentrale Blabla-Car oder eben mit Fernbussen unterwegs. Henrik Schmoll-Klute, der seine Erlebnisse in seinem Blog niedergeschrieben hat, ist gerne bereit, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Fragen, Tipps, Anregungen – einfach an ihn wenden. Schon jetzt gibt es Austausch über soziale Medien, der eine oder andere fragt nach, berichtet Schmoll-Klute. 

Viele Kontakte hat der junge Mann auf seiner Tour d’ Europe gesammelt und ist mit Gleichaltrigen aus aller Welt zusammengetroffen. Vor allem die Südamerikaner haben sich dabei als aufgeschlossen erwiesen. Etliche Kontakte hat Schmoll-Klute daher zu Argentiniern oder zu einer jungen Frau aus Uruguay. Er hat unterwegs zudem Neuseeländer getroffen, Engländer, Amerikaner, ist mit Spaniern ins Gespräch gekommen, hat Kontakte zu Nordeuropäern geknüpft und hält auch zu allen via Handy die Verbindung. Damit ist er zum Kosmopolit geworden. 

Tarifa der "perfekte Ort"

Er hat auch einen Lieblingsort gefunden: Im Süden Andalusien liegt Tarifa, der für ihn „perfekte Ort“. „Ein Paradies für Kite-Surfer, toller Strand, tiefblaues Wasser und in der Ferne konnte ich schon Marokko sehen.“ Einen schlechten Ort gab es für ihn auch. Neapel gefiel ihm nicht. An jeder Ecke Dreck: „Alte Kleidung, Plastiktüten, Schuhe und anderer Müll überall.“ Das und ein wenig vertrauenserweckendes Bahnhofsmilieu schreckten ihn ab. 

Daumen hoch: Henrik Schmoll-Klute hat seine Europareise beendet.

Er hat auch viel Erkenntnisse darüber gewonnen, wie unterschiedlich Europa sein kann, was das Wirtschaftsgeschehen anbelangt. Hochachtung hat er vor dem jungen Spanier, den er in Schottland getroffen hat. „Viele junge Spanier stehen nach Lehre oder Studium ohne Job da.“ Viele zögen die Konsequenz und gingen ins Ausland, um sich dort eine Existenz aufzubauen. So arbeitet der junge Spanier in Schottland inzwischen als Koch und beschreitet offenbar einen guten Weg. Das hat Schmoll-Klute beeindruckt. Doch auch wer in Spanien einen Job hat, kämpfe ums Überleben, hat ihm ein Spanier erzählt. 

Die Arbeit reiche eben nicht, um auch Substanz zu schaffen. All die Dinge, welche die Touristen genießen würden, wären quasi den Spaniern selbst verwehrt, habe der Mann ihm erzählt und habe ihm wiederum von seiner guten Deutschlanderfahrung berichtet, von bezahlbarem Wohnraum und besseren Entwicklungsmöglichkeiten. 

Englisch ist die Verkehrssprache 

Überhaupt Deutschland. Der Name hat offensichtlich einen guten Klang bei vielen. Die Menschen reagierten positiv auf Deutschland. Gleichwohl ist Englisch die Verkehrssprache, nur in Italien sei es hier und da schwierig gewesen, in Kroatien hätten die Einwohner super Englisch gesprochen, selbst in der kleinsten Bäckerei, sagt Schmoll-Klute. Die seien dort vielleicht besser auf die Touristen eingestellt. 

Wie geht es nun weiter? Jetzt hat Henrik Schmoll-Klute noch zwei Monate bis zu seinem BWL-Studium. Und im Hinterkopf plant er den nächsten großen Trip: Diesmal eine Weltreise...

„From Sauerland to Europe“ nennt Henrik Schmoll-Klute seinen Reiseblog. Der Blintroper reiste drei Monate quer durch Europa, schaute sich dabei 20 Länder an und berichtet über seine Erlebnisse – in Auszügen auch in unserer Zeitung. Alle Reiseberichte finden Sie unter www.eurotripschmollklute.blogspot.de.

Von Peter von der Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare