Altenaffelner Schüler helfen todkranken Kindern

Elisabeth Menke nahm den großen Spendenscheck von den Schülern entgegen. - Fotos: Kellermann-Michels

Neuenrade - „Ich freue mich sehr darüber, dass ihr uns so viel Geld spendet und finde es toll, dass ihr so großes Interesse an unserem Hospiz habt, denn die meisten Menschen haben doch Berührungsängste“, sagte Elisabeth Menke.

Die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Hospizes Balthasar aus Olpe bekam von Schülern der Grundschule Altenaffeln eine Spende über 800 Euro. Das Geld kam aus dem Erlös, den die Kinder auf ihrem Stand auf dem Affelner Weihnachtsmarkt eingenommen hatten.

25 Jungen und Mädchen der vierten Klasse der Grundschule Altenaffeln warteten am Freitagmorgen mit ihrer Klassenlehrerin Elisabeth Menke gespannt auf Lisa Scherer. Die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit kam vom Hospiz Balthasar aus Olpe, um eine großzügige Spende der Klasse entgegenzunehmen.

Die Kinder hatten gemeinsam mit der Lehrerin und den Eltern für den Affelner Weihnachtsmarkt gebastelt, gebacken und geklebt. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es dann einen eigenen Stand der vierten Klasse, wo alle Werke für einen guten Zweck verkauft wurden. Nun wollten die Kinder ihre Spende, die zu einem Teil an das Hospiz geht, überreichen.

800 Euro übergaben die Kinder an die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Sie beantwortete alle Fragen und erklärte, dass die Kosten zu 70 Prozent mit Eigenleistungen finanziert würden, daher wären Spenden so wichtig.

Klar, dass die Kinder Fragen stellten wie zum Beispiel: „Haben die Kinder dort ein eigenes Zimmer? Wo schlafen die Eltern? Gibt es auch Babies bei euch? Was war die schlimmste Krankheit bislang?“ Geduldig beantwortete Scherer alle Fragen und zeigte zur Demonstration auch einen Film über das Hospiz.

Dieser berührte die Kinder und anwesenden Erwachsenen und mancher musste sich die Tränen wegwischen. Sie fügt hinzu, dass Kinder die im Hospiz untergebracht seien, tatsächlich sterben würden, und sie dort noch mal gemeinsam mit ihren Familien eine Auszeit vom stressigen Alltag nehmen können.

Manche kommen über Jahre immer wieder ins Hospiz, manche auch nur zum Sterben. Auf die Frage „ob man sich anstecken kann“ antwortete Scherer ganz verständnisvoll: „Nein diese Kinder haben keine ansteckenden Krankheiten sondern nur unheilbare und manchmal sogar den Medizinern unbekannte.“

Die Kinder freuten sich umso mehr darüber, dass sie nun sterbenskranke Kinder mit ihrem Geld unterstützen können, bei zum Beispiel ihrer Musiktherapie, Sitzungen mit dem Therapie-Hund oder im Bewegungsraum.

Auch wenn diese Kinder keine Zukunft haben, so können sie noch ein paar schöne Tage verbringen und mit dem Geld der vierten Klasse kann das Hospiz in Olpe das Motto wieder ein Stück mehr verwirklichen, welches lautet: „Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.“

Weitere Spenden der Klasse: Aktion Lichtblicke, 500 Euro, Tierschutzverein Werdohl 200 Euro; Kinder in Afrika 500 Euro.

Von Andrea Kellermann-Michels

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