14 Euro mehr an Neuenrade-Kosten in diesem Jahr

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Für das Freibad in Neuenrade kosten die Saisonkarten für Familie Mustermann insgesamt 190 Euro.

Neuenrade - Die Familie Mustermann muss im Jahr mehr an Neuenrade-Kosten bezahlen. Dank sinkenden Wasser-, Abwasser-, Regenwasser und Abfallgebühren hält sich die Preissteigerung insgesamt jedoch in Grenzen.

Die Kosten in der Übersicht:

Grundsteuer

Die Grundsteuer setzt sich aus dem kommunalen Hebesatz, dem vom Finanzamt festgelegten Hebesatz und der Grundstücksfläche zusammen. Bei einem Einfamilienhaus kann laut Kämmerer Gerhard Schumacher von einer Gesamtfläche von 500 bis 600 Quadratmetern ausgegangen werden. Mit dem seit Jahren unverändert und bei 600 Prozentpunkten liegenden Hebesatz und dem Einheitswert verrechnet, ergibt das im Durchschnitt etwa 500 Euro im Jahr. 

Erdgas

Gas bezieht die Neuenrader Familie Mustermann über den Grundversorger Innogy. Bei einem Gasverbrauch von jährlich 20 000 Kilowattstunden werden dafür seit Jahren unverändert 1531,08 Euro fällig. 

Frischwasser 

Ihr Leitungswasser bekommen die Mustermanns von den Stadtwerken und verbrauchen davon in diesem Jahr 180 Kubikmeter. Da der Verbrauchspreis um zwei Cent gesunken ist, werden statt 494,34 nur noch 490,49 Euro fällig. 

Abwasser 

Die Gebühr für das Abwasser senken die Stadtwerke zum kommenden Jahr um drei Cent pro Kubikmeter. Bei 180 Litern macht das 613,8 statt 619,2 Euro. 

Regenwasser

Günstiger werden auch die Gebühren für das Niederschlagswasser, auch Regenwasser-Gebühren genannt. Statt 1,20 Euro sind nun 1,09 Euro pro Quadratmeter fällig. Bei 130 Quadratmetern befestigter Fläche der Familie Mustermann bedeutet das statt 156 nur noch 141,7 Euro. 

Abfall

Für eine vierköpfige Familie berechnen die Stadtwerke 40 Liter Restabfall im Monat pro Person, was bei Familie Mustermann 2018 232,80 Euro gekostet hat. 2019 sinken die Gebühren und es werden nur noch 220,8 Euro fällig. Der Preis für Bioabfall bleibt für die kleinste Tonne mit 80 Litern bei 42,72 Euro.

Strom

Als Stromkunden vom Grundversorger Mark-E müssen die Mustermanns für ihre durchschnittlichen 3500 Kilowattstunden im kommenden Jahr 30,48 Euro mehr zahlen. Die Ausgaben steigen von 1101,7 auf 1132,18 Euro. 

Bücherei

Vater Thomas ist eine Leseratte. Für seinen Bücherei-Ausweis, mit dem er unbegrenzt Medien ausleihen darf, bezahlt er im Jahr 10 Euro. Die Gebühr dafür ist seit 2014 unverändert.

Freibad

Die Familie besucht im Sommer häufig gemeinsam das Freibad in Neuenrade. Für beide Eltern und die Kinder kosten die Saisonkarten insgesamt 190 Euro. 

Bus

Mutter Stefanie arbeitet in Werdohl und fährt jeden Morgen mit dem Bus der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) in die Nachbarstadt. Für das Monatsticket, mit dem Stefanie über die Stadtgrenze hinaus fahren darf, zahlt sie im Abo 911,04 Euro im Jahr und damit nach einer Preiserhöhung der MVG 17,28 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Die Preise werden allerdings immer zum 1. August angepasst, weshalb der höhere Tarif bereits seit Monaten gilt. 

Hundesteuer

Vierbeiner „Buddy“ lebt seit vielen Jahren bei den Mustermanns und fällt als Golden Retriever nicht unter die Kategorie „gefährlicher Hund“. Trotzdem muss die Familie seit Jahren unverändert 60 Euro hinblättern. 

Volkshochschule Lennetal

Die Mustermanns besuchen zwei Kurse der VHS, die ihre Konditionen für 2018 nicht erhöht hat. Im Schnitt kostet ein Kurs 50 Euro, für beide Mustermanns kommen also 100 Euro zusammen. 

Straßenreinigung und Winterdienst

Die Straßenreinigungsgebühren werden in Neuenrade nach dem sogenannten „Quadratwurzelmaßstab“ berechnet. Hierbei wird der Quadratwurzelwert der zu berücksichtigenden Grundstücksfläche ermittelt. Die Kosten setzen sich aus der Sommerreinigung (1 x monatlich) und dem Winterdienst zusammen. In diesem Jahr steigt die Benutzungsgebühr von 50 auf 58 Cent an. Das ist eine Erhöhung um 16 Prozent und bedeutet für Familie Mustermann bei etwa 500 Quadratmetern 13,05 statt 11,25 Euro. 

Kita-Gebühr

Da beide Eltern berufstätig sind, ist eine Vollzeit-Betreuung der Kinder nötig. Der vierjährige Sohn Jan besucht für 45 Stunden in der Woche die städtische Kindertageseinrichtung Sausebraus. Die Beiträge dafür legt der Märkische Kreis als Träger der Einrichtung fest. Da Jan ein Geschwisterkind ist, wird für ihn nur der halbe Beitrag berechnet. Aktuell bedeutet das bei einem Brutto-Jahreseinkommen von 50 000 Euro monatlich 58 und im Jahr 696 Euro. 

Laut dem Konzept der Einrichtung das auf der Internetseite der Stadt zu finden ist, kommen für ein gemeinsames Mittagessen monatlich 53,60 Euro dazu. 

Der zweite Sohn Hendrik nutzt das Offene Ganztagsangebot an der Burgschule bis 16 Uhr. Laut der Satzung der Stadt über die Erhebung von Elternbeiträgen für die Teilnahme an der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich müssen dafür monatlich 79 Euro gezahlt werden. Für das Mittagessen kommen 50 Euro dazu. Im Jahr kostet die Betreuung von Hendrik also 1548 Euro. Zusammen müssen die berufstätigen Eltern 2887,20 Euro für die Betreuung ihrer Kinder zahlen. 

Gesamtrechnung

Die Neuenrader müssen 2019 mehr bezahlen, allerdings hält sich das Plus in Grenzen. Statt 8830,05 Euro werden nun 8844,06 Euro, also 14,01 Euro mehr im Jahr fällig.

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