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Politischer Zank um Burgschul-Erweiterung geht weiter

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Von: Peter von der Beck

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Die Burgschule beherbergt die OGS.
Im Hinterhof der Burgschule Neuenrade soll nach den bisherigen Plänen der Schulanbau errichtet werden. © von der Beck, Peter

Dass die Diskussion um den Erweiterungsbau der Burgschule noch längst nicht zu Ende ist, machte die jüngste Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Jugend und Soziales deutlich. Das Führungsduo der Schule wies noch einmal auf die Dringlichkeit des Erweiterungsbaus und die Umsetzung der pädagogischen Konzepte hin.

Neuenrade - Schulleiter Awerd Riemenschneider und Konrektorin Jennifer Krause verwiesen auf die gestiegenen Schülerzahlen, den enormen Platzmangel in der Schule und die Vorzüge der Cluster-Methode. „Die Erweiterung ist keine fixe Idee, wir haben ja handfeste Ausgangspunkte“, sagte Riemenschneider. Rund 100 Kinder mehr, das neue OGS-Gesetz, moderne pädagogische Erfordernisse, gesellschaftliche Veränderungen und schlichter Platzmangel bildeten doch die Gründe für die Erweiterung.

Krause präsentierte die Problematik plastisch: Dass Musikunterricht im Büro der Sozialarbeiterin stattfinden müsse, oder dass für den Religionsunterricht nicht ein, sondern mehrere Räume nötig seien, das alles sei kein Traumschloss, hieß es. Man habe schon versucht, sinnvolle Kompromisse zu finden. Einige Details nannte Krause. So sei es notwendig, Offene Ganztagsschule (OGS) und Klassen zusammen zu betrachten, eine Doppelnutzung sei doch sinnvoll – auch aus pädagogischen Gründen. Krause und Riemenschneider ließen jedenfalls durchblicken, dass das im Arbeitskreis erarbeitete pädagogische Konzept und das Raumkonzept aufeinander abgestimmt seien. „Das ist perfekt umgesetzt in diesem Neubau“, sagte Krause.

Auch Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) ergriff zum Thema Erweiterungsbau das Wort. „Da, wo wir heute stehen, das war ein langer Prozess.“ Wiesemann zählte noch einmal die Stationen auf: Kauf des Grundstücks 2019, sowie sein Hinweis auf die einstimmigen Beschlüsse in den politischen Gremien und die Vorstellung der Pläne Anfang Dezember.

Auch Christiane Vollmer, Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, meldete sich dann zum Thema Schulerweiterung noch einmal. Sie betonte in Richtung Schulleitung, dass es den Grünen nicht um das pädagogische Konzept gehe. Vielmehr gehe es bei dieser Diskussion darum, bei der Erweiterung zu einer anderen Lösung zu kommen, die mehr Grün, mehr Natur erhalte. Es gebe im Umfeld der Partei auch andere Architekten, die sagen würden, dass es auch anders gehe. Man sei nicht zufrieden mit dem aktuellen Ergebnis, sagte sie in Richtung Bürgermeister. „Wir müssen hier nachbessern.“ Und in Richtung Schulleitung sagte Vollmer noch einmal, dass das alles sicher zeitgerecht funktionieren werde.

Auch Bernhard Peters, FWG-Fraktionschef, meldete sich zu Wort. Er bestätigte den Zeitablauf und die Stationen, welche der Bürgermeister genannt habe. Das sei ja alles richtig. Und erste jetzt habe man doch Planungsunterlagen gesehen. Selbstverständlich unterstütze die FWG das pädagogische Konzept. Doch was den Bau anbelange, da glaube er, dass es auch anders geht. „Wir fordern verschiedene Entwürfe ein“, sagte Peters.

Derweil tut sich das eine oder andere weiter im Hintergrund. Am Donnerstag war ein öffentlich bestellter Sachverständiger für Verkehrssicherheit von Bäumen an der Poststraße. Alfons Schmidt war wohl von den Baumfreunden engagiert worden und nahm die Buchen und Linden unter die Lupe.

Die Pläne zum Erweiterungsbau der Burgschule waren bereits kurz nach deren Veröffentlichung in die Kritik geraten.

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