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Erweiterung der Burgschule: Rat entscheidet am Dienstag

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Von: Peter von der Beck

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Die Burgschule Neuenrade beherbergt derzeit rund 350 Schüler und wird 2024 auf gut 400 Schüler anwachsen. Der Altbau ist denkmalgeschützt, der Rest ist nicht mehr zeitgemäß. Insbesondere der OGS-Bereich wird sehr kräftig wachsen.
Die Burgschule Neuenrade beherbergt derzeit rund 350 Schüler und wird 2024 auf gut 400 Schüler anwachsen. Der Altbau ist denkmalgeschützt, der Rest ist nicht mehr zeitgemäß. Insbesondere der OGS-Bereich wird sehr kräftig wachsen. © von der Beck, Peter

Bei der Ratssitzung am Dienstag, 26. April, steht der Entwurf für die Erweiterung der Burgschule auf der umfangreichen Tagesordnung. 22 Tagesordnungspunkte gilt es für die Kommunalpolitiker abzuarbeiten. Der durchaus umstrittene Entwurf wird unter Tagesordnungspunkt 14 abgehandelt. Zuschauer müssen also Geduld mitbringen.

Einstimmigkeit wird es dabei sicher nicht geben. Teile der Opposition sind gegen den Entwurf. Die FDP aber wird dem ursprünglichen Plan, welcher nach zwei Arbeitskreissitzungen leicht modifiziert wurde, zustimmen. Vor allem die Einschätzung der Schulverwaltung der Burgschule und der Schulaufsichtsbehörde, dass die Alternativvorschläge, welche die Architektin präsentiert hatte, im Hinblick auf das pädagogische Konzept deutlich schlechter seien, habe die FDP dazu bewogen. Michael Hammer schreibt, dass die FDP-Ratsfraktion nicht die Expertise besitze, um das pädagogische Konzept zu beurteilen – deshalb verlasse man sich eben auf die Experten der Schule.

Zudem müsse bei einem Alternativ-Vorschlag der Architektin der Südanbau abgerissen werden. Dabei sei dieser noch gut in seiner Substanz und müsse nur umgebaut werden. Deutlich mehr Fläche müsse dabei auch bebaut werden, alles werde teurer. Die FDP rechnet mit einer siebenstelligen Summe. Zudem müssten die Kinder während des Umbaus „für Jahre“ in Containern unterrichtet werden. Das alles sei aber beim ursprünglichen Vorschlag nicht nötig. „Mit Steuergeldern muss man behutsam umgehen“, heißt es von der FDP-Fraktion.

Orientierung an sachlichen Erwägungen

Als Kompromissvorschlag für den Verlust der alten Bäume, fände die FDP es gut, wenn ältere Bäume, welche die Zahl der gefällten Bäume übersteigt, anderswo gepflanzt würden. Die Grundschulkinder sollten dabei einbezogen werden, was den Platz für die Neuanpflanzungen betrifft.

Die FDP werde also für den Ursprungsvorschlag stimmen. Man orientiere sich hier an sachlichen Erwägungen, unabhängig davon, welche andere Fraktion wie agiere.

Alternativplan von FWG und Grünen

Bleibt noch einmal der Blick auf den Alternativplan von FWG und Bündnisgrünen: Wesentlicher Punkt ist dabei, dass der bogenförmig gebogene Anbau im Gegensatz zur Ursprungsversion gespiegelt wurde. Er zeigt nun mit der Öffnung in Richtung Schule. Immerhin wird dabei die Abholzung des Großteils der Bäume vermieden. Ein Ende des bananenförmigen Gebäudes wird dabei knapp unterhalb der alten Villa platziert. Ulrich Naumann, Sprecher der Bündnisgrünen ist, sagte, dass man mit der Ursprungsidee, mit dem Anbau auf den Schulhof auszuweichen, bei den anderen Fraktionen überhaupt nicht ankam. Allerdings betrachte man die Variante mit dem gespiegelten Gebäude als noch vertretbar, da vermutlich nur der südliche Baum aus der Vierergruppe weichen müsste. Diese Variante beinhalte vom Bauplan her das komplette pädagogische Konzept – ohne Verlust von Räumen. Eine weitere Biegung des Baukörpers könne alle Bäume erhalten, hätte aber Auswirkungen auf den Schulgarten, der im Norden des Geländes eine Alternative hätte.

Und die CDU-Fraktion? Hier befürwortet man wohl ebenfalls die Ursprungsplanung.

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