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Erweiterung der Burgschule: So geht es nach der Entscheidung weiter

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Von: Peter von der Beck

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Die Sitzung des Rates hatte einige Zuschauer. Die verfolgten die Debatte um die Erweiterung, erfuhren aber auch einiges über Finanzierung und Baumpreise.
Die Sitzung des Rates hatte einige Zuschauer. Die verfolgten die Debatte um die Erweiterung, erfuhren aber auch einiges über Finanzierung und Baumpreise. © von der Beck, Peter

Zum Ende der Ratssitzung mit dem zentralen Thema „Erweiterung der Burgschule“ kam noch eine Baumfreundin zu Wort: Petra Rotthaus, Anwohnerin und im Nabu-Vorstand aktiv. Sie fragte nach dem möglichen Standort für die Bäume aus der Ersatzpflanzung.

„Nicht, dass dann irgendwo in Blintrop die Bäumen gepflanzt werden und wir haben dann nichts davon im Innenstadtgebiet.“ Außerdem hätten ihre Nabu-Kollegen noch dazu geraten, den Bürgermeister mal zu fragen, was denn „mit dem Artenschutz“ hinsichtlich der Wildtiere an dem Standort wäre.

Das brachte Antonius Wiesemann kurzzeitig aus dem Konzept. Zunächst verwies er auf die Satzung, dass Ersatzpflanzungen auf dem Gebiet der Kommune vorgenommen würden Wo, das könne er noch nicht sagen. Und was Baumfällungen anbelange, da werde man sich natürlich an die Vegetationsvorschriften halten. Bauamtsleiter Marcus Henninger sagte dann, dass die Artenschutzprüfung Teil des Verfahrens sei.

30.000 Euro für einen Baum?

Auch Kosten wurden noch vor der geheimen Abstimmung am Dienstag Thema. Da meldete sich SPD-Fraktionschef Thomas Wette zu Wort. „Jetzt haben wir fast alle Aspekte behandelt. Was ist eigentlich mit den Finanzen?“ Dabei wurden auch die Kosten für die Ersatzpflanzungen aufs Tapet gebracht. 30 000 Euro für einen 30 Jahre alten Baum wurde in den Raum geworfen. Aus den Reihen der Verwaltung hieß es, dass man sicherlich keine 30 Jahre alten Bäumen pflanzen werde. FDP-Chef Michael Hammer hatte recherchiert und war auf ein Angebot im Rheinland gestoßen: Für 14 000 Euro netto pro Baum plus Einpflanzen. Möglicherweise könne etwas über Spenden geregelt werden.

Bürgermeister Wiesemann blieb was große Bäume anbelangt skeptisch, ließ durchblicken, dass „das Anwachsen“ nicht so einfach sei.

Kostenexplosion auf dem Bau

Bei der Nachfrage zu den Finanzen hatte sich natürlich Kämmerer und Amtsleiter Gerhard Schumacher geäußert. Er verwies auf die Baukostenexplosion. Außerdem sagte er, dass „die Zuschussgewährung für die Folgejahre noch nicht sichergestellt“ ist. Im aktuellen Jahr sind 190 000 Euro eingestellt. Für die Folgejahre, 2023 und 2024, hat der Kämmerer jeweils 2,25 Millionen Euro angesetzt. 1,9 Millionen sind dabei „Zuwendungen vom Land“ und auch Pauschalen. Man ist vorsichtig. Denn: „Es wird noch an den Förderrichtlinien gearbeitet.“ Und 3800 Quadratmeter Fläche sind zu bebauen. Für die Verwaltung und ihre Experten ist es dabei schwierig abzuschätzen, wie viel Geld nun für den Bau anzusetzen ist. Nicht allein Gleitpreisklauseln spielen dabei eine Rolle, sondern auch die Verfügbarkeit von Handwerkern und Material. „Jetzt erst kann eine grobe Kostenschätzung erfolgen“, sagte Marcus Henninger. Viele weitere Faktoren gelte es später noch zu berücksichtigen. Das reicht von Fassadengestaltung über das Energiekonzept bis hin zur Entwässerung. Henninger verwies auch auf den Arbeitskreis zum Bauprojekt, der nun fortgeführt werde und der Anforderungen formuliere. Peu á peu würden die Kosten für so ein Projekt immer weiter konkretisiert.

Bleibt der Hinweis auf die Zeit: Es gibt zumindest einen Wunschplan für die Erweiterung der Burggrundschule: Start wäre 2023, Fertigstellung 2025.

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