Meisterchöre

Heimatlieder, Gospel und Musical-Hits beim Caféhauskonzert

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Mit MGV Cäcilia Volkringhausen (grün) und MGV Cäcilia 1855 Allendorf (rot) standen erstmals zwei Chöre gemeinsam auf der Bühne.

Affeln - Eine ganze Reihe von Meisterchören spielte am Sonntag in der Mehrzweckhalle. Beim Caféhauskonzert des MGV Liederkranz Affeln blieb die Veranstaltung selbst nicht die einzige Premiere.

Auch die Vorsitzende des Kreischorverbandes Arnsberg, Nicole Kupitz, zeigte sich ob der positiven Resonanz auf das erste Caféhauskonzert in der Mehrzweckhalle in Affeln begeistert: „Sowohl die Idee, als auch die Qualität der Chöre ist einfach super“.

Zu dieser besonderen Premiere hatten sich am Sonntagnachmittag die Meisterchöre aus der näheren Umgebung zusammengefunden, darunter drei Männergesangvereine, der Frauenchor Garbeck 1966 und mit der Reinen Männersache ein Ensemble, dessen Sänger sich zum größten Teil aus den Reihen des gastgebenden MGV Liederkranz Affeln 1873 rekrutierten.

Beeindruckender Einstieg der Gastgeber

Der Titel des Meisterchores wird im Rahmen eines Leistungssingens durch den Chorverband Nordrhein-Westfalen verliehen. Der MGV Liederkranz Affeln 1873 konnte ihn in diesem Jahr erneut erringen. Mit der „Macht des Gesanges“ und der „Sturmbeschwörung“ bot gerade dieser Chor einen beeindruckenden Einstieg.

Auch der Frauenchor Garbeck 1966 war ein Teil der Veranstaltung.

In seiner Begrüßung wies Chorleiter Prof. Dr. Hans Frambach, der außerdem als Moderator durch das Programm führte, darauf hin, dass mit Frank Rohrmann eine Person an diesem Tag ganz besonders fehle: „Ich weiß, wie schlecht es ihm gehen muss, da er keine 500 Meter von hier krank darniederliegt. Komm schnell wieder auf die Beine“, sagte Frambach und das Publikum unterstütze die Genesungswünsche mit einem warmen Applaus.

Auf die Gastgeber folgte der Frauenchor Garbeck 1966 mit den spirituellen Songs „O come let us sing“ und „Vater unser“. Danach stand eine Chorgemeinschaft auf der Bühne, die aus dem „fernen Volkringhausen“ angereist war.

Stücke rund um das Thema Heimat

„Beeindruckend ist nicht, dass sich der MGV mit der heiligen Cäcilia die Patronin der Kirchenmusik für seine Namensfindung ausgesucht hat, sondern dass bei der Gründung fast sämtliche männliche Dorfbewohner als Vereinsmitglieder gewonnen werden konnten“, sagte Frambach, der noch ironisch in Richtung des Publikums fragte, was denn in Affeln diesbezüglich wohl falsch gelaufen sei.

Was den Gesang betraf, lieferten die Sänger aus Volkringhausen „thematisch wohlgeordnete Stücke“ rund um das Thema Heimat. Dies waren neben „Wisst ihr, wo ich gerne weil’“ und „Das Elternhaus“ auch „In der Fremde“.

Eine „Premiere in der Aufführungspraxis“

Auch der letzte „große“ Chor, der bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Bühne betreten hatte, trug die heilige Cäcilia in seinem Namen. Im Jahr 2009 hatte Frank Rohrmann die Leitung des MGV Cäcilia 1855 Allendorf übernommen und den Chor 2014 in den Rang eines Meisterchors geführt. Zu ihrem Repertoire gehörten „Wie ein stolzer Adler“ und „Der Spielmann“ von Arnold Kempkens.

Das Caféhauskonzert kam beim Publikum gut an.

Neben vielen musikalischen Höhepunkten bestach das erste Caféhauskonzert auch durch eine „Premiere in der Aufführungspraxis“, indem der MGV Cäcilia Allendorf und der MGV Liederkranz Affeln 1873 gemeinsam auf der Bühne standen und mit „Frisch gesungen“ die Zuhörer begeisterten.

Auch nach der Pause setzte sich der Reigen der „Weltpremieren“ fort, indem die Sänger aus Volkringhausen und Affeln gemeinsam die „Heimat“ von Ernst Hansen präsentierten. Im zweiten Teil standen dann auch noch eine ganze Reihe großer Hits aus dem Bereich der Unterhaltungsmusik auf dem Programm.

Viele bekannte Melodien

Mit dem Gospel „Hallelujah“ des im vergangenen Jahr verstorbenen Künstlers Leonard Cohen und „The lion sleeps tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ seien an dieser Stelle nur zwei weitere Titel eines großartigen Nachmittags genannt.

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