Neue Kita in Neuenrade

Erster Spatenstich für die Villa im Wald

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Die vier Gründerinnen der Villa mittendrin gGmbH Tanj a Heidemann, Nina Kersting-Dunker, Britta Napiralla-Priorund Nicole Kertelge beim ersten Spatenstich für den Bau der „Villa im Wald“.

Neuenrade - Jetzt gehts los: Ein Plakat mit Kindern, die neugierig durch ein Absperrgitter am Rüterbruch blicken, kündet schon davon. Doch am Dienstag nahmen die vier Kita-Gründerinnen den offiziellen ersten Spatenstich vor – für die neue Dependance der Villa mittendrin gGmbH – Die Villa im Wald.

Im Frühjahr 2020 so die Planungen – wird das Projekt fertiggestellt sein. Bis dahin werden die Kinder gemäß dem bisherigen Übergangskonzept betreut. Nina Kersting Dunker, Geschäftsführerin, Tanja Heidemann, die pädagogische Leiterin sowie die weiteren Gesellschafterinnen Nicole Kertelge, Ergotherapeutin und Erzieherin und Erzieherin Britta Napiralla-Prior sind die Gründerinnen der privaten Einrichtung, die im März 2014 im ehemaligen Aldi an der Bahnhofstraße, ins Leben gerufen wurde. 

Tolles Gelände

Jetzt wird ein weiterer Schritt in der noch jungen Unternehmensgeschichte vollzogen: Ein Neubau. Es ist ein einmaliges Objekt, das einst einem Fabrikanten gehörte, dann in den Besitz eines Pflegedienstes überging und schließlich von Kersting-Dunker und Co gekauft wurde. Ein Gelände mit Tennisplätzen, Schwimmbad, Teich, eigenem Bachlauf und einer inzwischen kindgerecht umgebauten Jagdhütte – ein weitläufiges Gartenparadies mit alten Baumbestand. Die alte Villa, die einen Brandschaden hatte, wurde längst abgerissen. 

Kita wird dreigruppig

Nun entsteht, einen Steinwurf entfernt, im westlichen Teil des Geländes, die neue Kita, welche, was die Raumkonzept anbelangt, in Abstimmung mit dem Land NRW konzipiert wurde. Es wird ein Massivholzgebäude in ökologischer Bauweise entstehen, in dem 55 Kinder von 0,4 bis sechs Jahren Platz finden. „Es wird ein lichtdurchflutetes Gebäude mit viel Glas“, verspricht Kersting-Dunker. Zudem wird eine Groß-Tagespflegestelle dort zu finden sein. Jurten als spezielle Erlebnisräume (auch) für Kinder mit besonderem Förderbedarf wird es geben. Die Kita wird dreigruppig sein, eine Gruppe wird dabei ausschließlich U3-Kinder aufnehmen. Zudem wird es im Untergeschoss der Kita noch eine Wohnung geben. Auch sechs weitere pädagogische Fachkräfte wurden inzwischen eingestellt.

Millioneninvestition

 Auch viel Geld wird für das Projekt in die Hand genommen: „Es wird ein höherer siebenstelliger Betrag investiert“. Es fließen Zuschüsse vom Land NRW. Jeder Kita-Platz wird mit 30 000 Euro bezuschusst. 90 Prozent der Summe sind förderfähig, der Rest muss aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Es gibt auch Spenden. Unter anderem helfe Heiko Zahn, Geschäftsführer der Firma Kracht, erläuterte Kersting-Dunker. Ursprünglich sollte die neue Kita eigentlich län gst fertig sein, doch eine Fülle von Faktoren wie eigene Planungsänderungen oder auch Antragsverfahren hätten letztlich zu den Verzögerungen geführt, sagte die Geschäftsführerin der Villa Mittendrin. Bis zur Fertigstellung wird das bisherige Übergangskonzept (unter anderem mit einer Waldgruppe) fortgeführt. Doch nun geht es hoffentlich flott voran. Die Firma AST Ossenberg führt die Erdarbeiten durch, ein großer Bagger war mit der Geländeformung befasst, bereits in der kommenden Woche werden die Erdarbeiten abgeschlossen sein, sagte AST-Bauleiter Ingo Antoni. Dann beginnt der Hochbau. Gestern stießen die vier Gründerinnen nach dem Spatenstich mit Prosecco an und freuten sich. „Wir haben noch viele Ideen“, hieß es von den vier Frauen.

VON PETER VON DER BECK

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