Jubiläums-Ersatzfest am Pfingstwochenende ersatzlos gestrichen

Auch Ersatztermin für Jubiläum gestrichen: Küntroper sagen das Schützenfest 2021 ab

Küntroper Schützen marschieren in die Halle ein
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Ausgelassene Stimmung, viele Menschen auf engem Raum: So haben die St.-Sebastian-Schützen im Jahr 2019 gefeiert. Coronabedingt ist so ein Fest im Mai kaum vorstellbar – die Schützen haben ihr Fest abgesagt.

Eines der ersten Schützenfest, das im Märkischen Kreis im Mai gefeiert werden sollte, ist bereits jetzt abgesagt worden.

„Leider werden wir auch den Ersatztermin für unser Jubiläumsschützenfest in diesem Jahr streichen müssen“, erklärt Patrick Bexten, Geschäftsführer der Schützenbruderschaft St. Sebastian. Die Küntroper Bruderschaft, deren Domizil sich an der Dinneike befindet, ist eine der ersten in der Region, die sich 2021 zu einer coronabedingten Absage ihres Hochfestes entschlossen hat: „Wir bedauern diese Entscheidung sehr, aber wir wollen Klarheit für alle Beteiligten schaffen. Dabei denken wir ganz besonders an unsere Dienstleister und andere Partner.“

Unter dem Motto „100+1 Jahre St. Sebastian Schützenbruderschaft Küntrop“ wollte die Bruderschaft rund um den Pfingstsonntag am 23. Mai das Fest nachholen, das im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste. An vier Tagen sollte gefeiert werden, um sowohl dem regulären als auch dem Jubelfest gerechet zu werden. „Doch es ist absehbar, dass das Pandemiegeschehen uns das ganz sicher im geplanten Rahmen nicht ermöglichen wird“, blickt Bexten in die Zukunft.

Weiteren Nachholtermin für das 100-Jährige soll es nicht geben

Einen weiteren Nachholtermin zur Feier des 100-jährigen Bestehens soll es nicht geben. „Das wäre 2022 einfach zu weit weg“, erläutert der Geschäftsführer die Überlegungen des Vorstands. Doch gänzlich wollen die Küntroper Schützen das Jubiläum nicht abschreiben. „Wir sammeln gerade Ideen. Eine davon ist, vielleicht das 105-jährige Bestehen groß zu feiern“, sagt Bexten.

Apropos Ideen: Für den Sommer planen die Küntroper kleinere Ersatzveranstaltungen – falls es die dann gültige Coronaschutzverordnung zulässt. Der Geschäftsführer der Bruderschaft nennt ein Beispiel: „Das Platzkonzert, das die Langenholthausener im vergangenen Jahr organisiert haben, war eine tolle Sache. Unsere Überlegungen gehen in diese Richtung.“

Finanziell würden sich durch den neuerlichen Ausfall des Schützenfestes keine weitreichenden Konsequenzen für die St. Sebastian-Schützen ergeben, unterstreicht das Vorstandsmitglied. „Wir haben unseren Kostenapparat bereits im vergangenen Jahr heruntergefahren. Dieses Jahr werden problemlos überstehen.“ Um finanzielle Hilfen wolle sich die Bruderschaft auch nicht bemühen. „Es gibt viele, die mit finanziell viel größeren Problemen zu kämpfen haben. Sie sollten den Vortritt haben.“

Affelner denken noch lange nicht an eine Absage

An eine Absage des Hochfestes denken die Affelner St. Petrus und Paulus Schützen noch lange nicht. „Auf keinen Fall werden wir jetzt eine solche Entscheidung treffen. Unser Schützenfest soll ja erst am 9. Juli beginnen“, stellt Vorsitzender Detlef Schulte fest. Sollte es coronabedingt notwendig sein, „wäre es für alle Beteiligten früh genug, wenn wir Anfang Juni absagen“, so Schulte. Er rechne allerdings damit, dass auf jeden Fall im Dorf gefeiert werden könne. „Vielleicht nicht so, wie wir es gewöhnt sind und es uns wünschen. Wir werden uns natürlich an den geltenden Richtlinien orientieren. So, wie wir es im vergangenen Jahr auch gehandhabt haben.“

Neuenrader Schützengesellschaft will noch abwarten

Björn Sip, der Vorsitzende der Neuenrader Schützengesellschaft, möchte jetzt noch keinen Blick in die Zukunft wagen. „Wir sind noch in einer sehr frühen Phase der Entscheidungsfindung“, teilt Sip mit.

Die Neuenrader wollen zu einem noch späteren Zeitpunkt als die Affelner feiern: terminiert ist das Fest vom 23. bis zum 25. Juli. Björn Sip erklärte, er werde erst eine Aussage treffen, nachdem sich auch alle zehn Schützenvereine im Amt Hönnetal untereinander abgestimmt hätten.

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