Die ersten Tage im Kindergarten

Gemeinsames Basteln und Malen während des Kindergartenalltags hilft den neuen Kindern Ängste abzubauen und macht gute Laune, außerdem lernen sich die Kleinen dabei gegenseitig kennen. - Foto: Karunananthan

Neuenrade - Die ersten Tage im Kindergarten – Abschied nehmen von Mama und Papa, zumindest für eine kurze Zeit, die zu Beginn den Anschein einer Ewigkeit macht. Wie für die Erstklässler und die Schulanfänger der weiterführenden Schulen, geht es auch für die Kindergartenkinder nach den Ferien in eine neue ungewohnte Umgebung. Gerade für die unter drei-jährigen (U3) Kinder ist das Loslassen besonders schwer, wobei auch den Eltern oftmals die Umstellung schwer fällt.

Auch im evangelischen Familienzentrum „Hummelnest“ in Neuenrade sind neue Kindergartenkinder dazugekommen. Seit fünf Jahren gibt es dort die U3-Betreuung, Kinder von zwei bis sechs Jahren besuchen die Einrichtung.

„Wir haben für die U3-Betreuung anpassende Maßnahmen getroffen. Beispielsweise haben wir einen Wickeltisch besorgt, da einige der Kleinen noch Windeln tragen. Einen Schlafraum haben wir auch eingerichtet“, erzählt Leiterin und Erzieherin Danny Bexten.

Die ersten Tage seien immer ein wenig schwer für die Kinder, auch die Eltern hätten Schwierigkeiten, ihre Kleinen allein zu lassen. „Da floss schon die ein oder andere Träne, sowohl bei den Kindern als auch bei den Müttern“, sagt Erzieherin Tanita Menzel. Trotzdem habe sie persönlich die Erfahrung gemacht, dass die Kinder sehr zugänglich seien und wenn sie sich einmal richtig ins Spielen vertieft hätten, dann würden sie ganz schnell vergessen, „dass Mama und Papa nicht dabei sind“. Für die U3-Kinder gebe es in der Ferienzeit eine Art „Eingewöhnungs-Woche“, in der die Kinder einen ersten Eindruck vom Kindergarten bekommen. Für die über-dreijährigen Kinder (Ü3) gebe es zwei „Schnuppernachmittage“.

„Wichtig ist, dass wir den Kindern den Tagesablauf im Kindergarten vermitteln. So merken sie schnell, dass Mama und Papa nicht für immer weg sind, sondern nach einer kurzen Zeit wiederkommen. Man muss den Kleinen gegenüber einfühlsam sein und ihnen das Gefühl geben, verstanden zu werden“, betonte Bexten.

Einige Meter weiter befindet sich die katholische Kindertagesstätte (KiTa) „Unterm Regenbogen“. Auch da gab es in den vergangen Tagen Zuwachs.

Der Kindergarten verteilt sich auf zwei Ebenen, wobei die untere U3 tauglich umgebaut wurde. Durch spezielle Schutzgitter haben die Kleinen keinen Zugang zu der Treppe, die beide Etagen miteinander verbindet. Die Kita hat ebenfalls einen Raum mit Wickeltisch und einen Waschraum mit tiefer gelegten Waschbecken, sodass die Kinder auch drankommen. Der Mittagsschlaf ist auch hier nicht wegzudenken, dafür gibt es einen zusätzlichen Schlafraum.

„Die Kinder sind ganz tapfer und leben sich nach meiner Erfahrung recht schnell ein. Klar weint der ein oder andere mal aus Heimweh, aber das kriegt man oft mit einer Umarmung und ein paar aufmunternden Worten wieder hin. Wobei man auch sagen muss, dass sich das von Kind zu Kind unterscheidet“, erzählt Erzieherin Marina Fest. Die „Schnupper-Woche“ sei sehr hilfreich, um die Kinder auf die Umstellung vorzubereiten. Kinder mit Geschwistern im selben Kindergarten kennen die Einrichtung meist schon flüchtig und seien aus diesem Grund zugänglicher.

Gruppenaktivitäten, beispielsweise das Basteln eines Geburtstagskalenders mit Bildern aller Kinder, tragen dazu bei, dass sich die Kinder untereinander besser kennenlernen, sagt Fest.

Von Piriyanga Karunananthan

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