Die ersten Abiturienten an einer Neuenrader Schule

Die Abiturienten und die Erstklässler der Waldorfschule..

NEUENRADE ▪ Gesine Horn, Mitbegründerin der Waldorfschule und Eurythmielehrerin sprach von einem historischen Ereignis: Für die junge Geschichte der Schule und auch für die Geschichte der Stadt Neuenrade. Erstmals haben Schüler an einer Neuenrader Schule ihr Abitur abgelegt. Das erfüllte die Lehrerin mit Stolz. Stolz auf die Schüler, welche die Last und Verantwortung, die ersten Abiturienten der Schule zu sein mit „Bravour“ gemeistert hätten. Sie wisse noch genau, wie das sei, einer einzigen Prüfung ausgeliefert zu sein.

Sie haben es jedenfalls geschafft: David Bongard, Jennifer Jeckel, Cora Kelly, Christian Keseberg, Nikolai Klein, Wenzel Klein, Julian Marx, Friwi Sommer und Alexa Toelle. Die saßen, noch ganz berauscht von dem neuen Freiheitsgefühl, vor der Bühne und hörten zu. Gesine Horn lobte nicht nur die Abiturienten, sondern auch all jene, die so viel geleistet hätten, um diesen Kraftakt zu ermöglichen.

Dr. Karl-Heinrich Maetzing, Klassenbetreuer der 13, ging in seiner Rede auf die gewonnene Freiheit der Schüler ein, verwies aber auch auf die Gefahren und die Chancen des weiteren Lebensweges. Sie hätten nun die Reife erlangt, sich Wissen selbstständig anzueignen. „Sie verlassen den sicheren Raum Schule. Jetzt haben sie die Freiheit und die Verantwortung“.

Auch Klassensprecher Julian Marx fand ein paar Worte: Er blickte kurz auf die amüsanten Augenblicke der Schulzeit zurück, erwähnte dass die Waldorfschule nun eine erwachsene Schule sei und blickte auch nach vorn mit einem Zitat: „Wer ein glückliches Leben führen möchte, muss sich Ziele setzen“.

Die offizielle Verabschiedung der Abiturienten von der kleinen Waldorfschule geschah in dem sehr familiärem Rahmen der Schulgemeinschaft. Man kennt sich eben. So traten die Erstklässler mit einem Flötenspiel und Gesang auf. Und präsentierten sich so wie auch einst die Großen begonnen hatten. Der Englisch- und Französischlehrer intonierte einen Bob-Dylan-Song. Und die kleine Naelah Aysamoglu spielte gekonnt etwas Würdiges auf der Harfe. Für jene, die die Schulgründung noch miterlebt hatten, war es sicher ein rührender Moment.

Einen der Schlusspunkte setzte Nikolai Klein mit einem Klavierstück, mit der er eine gewisse Melancholie aber auch die Lust auf Leben intonierte. Er bekam enormen Applaus. ▪ Peter von der Beck

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