Erste Leader-Konferenz in Neheim

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Die Stadt Neuenrade wurde in Neheim durch Hauptamtsleiter Dierk Rademacher, Bauamtsleiter Marcus Henninger und Bürgermeister Antonius Wiesemann (v.l.n.r.) vertreten.

Neuenrade/Neheim -  „Dieser Austausch hat sich gelohnt“, zog Antonius Wiesemann am Mittwoch seine persönliche Bilanz der ersten Leader-Konferenz im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit ihm waren Bauamtsleiter Marcus Henniger und Hauptamtsleiter Dierk Rademacher nach Neheim gefahren. Außerdem: die Ortsvorsteher aus Affeln, Altenaffeln und Küntrop, ein großer Teil der Ratsmitglieder und engagierte Neuenrader. Sie waren Teil der insgesamt hundert Teilnehmer aus Arnsberg, Neuenrade, Balve und Sundern – den Städten, die gemeinsam zu einer Leader-Region (EU-Fördergebiet) werden wollen. Gastgeber Hans-Josef Vogel, Bürgermeister von Arnsberg, sah die Bewerbung als einen Schritt, den ländlichen Raum aufzuwerten und voneinander zu lernen.

Gebraucht würden starke Dörfer – ein zukunftsfähiger ländlicher Raum. Auch die anderen Stadtvertreter äußerten Ideen, wie sich zwei Kreise, vier Städte und vier Flüsse zusammenfügen könnten.

Antonius Wiesemann stellte fest, dass zusammen gearbeitet und die Zukunft entwickelt werden müsse. Gemeinsam gelte es, die Stärken herauszuarbeiten. Eine Schwäche der Region hingegen, so die Meinung der Politiker, sei es, zu wenig sichtbar geworden zu sein. Und so machten sich dann alle daran, nach dem ersten internen Treffen am 3. Februar jetzt die erste von zwei Konferenzen durchzuführen, in der sieben Zukunftsfragen diskutiert wurden. Es galt dabei, Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Risiken abzuwägen – bei den Aspekten „Da sein“, „Offen sein“, „Mobil sein“, „Bekannt sein“, Produktiv sein“, „Aktiv sein“ und „Vernetzt sein“. Der interkommunale Gedanke stünde hier im Mittelpunkt, sagte Wiesemann im Gespräch am Rande der Veranstaltung. Im weiteren Verlauf steht am 19. Oktober eine „Raumreise“ zur Erkundung der Region auf dem Zeitplan. Am 27. Oktober findet die zweite Leader-Konferenz statt – dann in Neuenrade. In den Räten und Ausschüssen der Städte wird im November und Dezember jeweils über das Leader-Verfahren abgestimmt. Im Januar 2015 soll die Bewerbung fertig gestellt werden.

Im Verlauf des ersten Quartals 2015 entscheidet schließlich eine Jury darüber, welche 24 Regionen ausgewählt werden. Diesen Regionen werden dann Leader-Regionen. Ihnen stehen dann in einem Zeitraum von sechs Jahren jeweils etwa zwei Millionen Euro an Fördermitteln für geeignete Projekte zur Verfügung.  

Von Julius Kolossa

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