Traditioneller Akt auf dem Rathausbalkon

662. Gertrüdchen traditionell eröffnet

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Stadtsoldat Bernd Uerpmann verliest die traditionellen Worte zur Eröffnung des Gertrüdchens.

[Update 16.15 Uhr] Neuenrade - Horst Kruse holt aus und lässt seine Peitsche knallen – am Samstagvormittag wurde das 662. Gertrüdchen auf dem Rathausbalkon traditionell eröffnet. Vorab warf Bürgermeister Antonius Wiesemann in seiner Rede einen Blick auf die Geschichte der Stadt und die des Gertrüdchens.

Um 9.30 Uhr begann die offizielle Eröffnung im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses. Neben dem Bürgermeister und den Stadtsoldaten waren unter anderem zahlreiche Ratsmitglieder, der stellvertretende Landrat Detlef Seidel, die Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und Dagmar Freitag, die Landtagsabgeordneten Inge Blask sowie Marco Voge, die Bürgermeister der Gemeinden Balve und Menden und der Stadtarchivar Dr. Rolf Dieter Kohl anwesend. Auch Vertreter der Partnerstädte Klingenthal und Aalten waren vor Ort. 

Stadturkunde im Rathaus

In seiner Rede ging Bürgermeister Wiesemann vor allem auf die historische Stadturkunde, die noch eine Woche im Rathausfoyer zu sehen sein wird, und die damit verbundene Geschichte des Gertrüdchens ein. 

So war das Gertrüdchen ursprünglich ein Viehmarkt. Dort seien hauptsächlich Pferde zu sehen gewesen aber immer häufiger auch Ziegen. Die Ziege finde sich in der Stadtgeschichte mehrfach wieder, erklärten Wiesemann und Stadtarchivar Dr. Kohl. „Sie war einfach ein sehr gutes Nutztier und gab schnell Fleisch und Milch.“ Unter Gelächter der Anwesenden präsentierte er den passenden Entwurf eines Stadtwappens – mit zwei Ziegen darauf.

In seiner Rede ging Bürgermeister Antonius Wiesemann unter anderem auf die historische Stadturkunde ein.

Anschließend erzählte Veit Henning Krönke eine amüsante Geschichte zum Thema Ziege. Diese trug den Titel „Die vertauschte Braut“. 

Auf dem Balkon des Rathauses folgte der traditionelle Akt. Mehrere Besucher hatten sich trotz des schlechten Wetters zusammengefunden, um die Eröffnung zu verfolgen. 

Traditioneller Akt auf dem Rathausbalkon

Nachdem Stadtsoldat Bernd Uerpmann mit seiner Glocke geläutet hatte, verlas er die Eröffnungsworte: „Auf dem Wall ist für Kurzweil und Kirmes gesorgt. Schnaps und Bier werden in Maßen angeboten“. Mit Daumen und Zeigefinger demonstrierte er dabei die Größe eines Schnapsglases. 

Anschließend knallte Horst Kruse die Peitsche dreimal laut – und eröffnete das 662. Gertrüdchen. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Musikverein Neuenrade und vom MGV Liedertafel. 

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