Im Landestopf liegen 31 Millionen Euro

Erneuerung der Kunstrasenplätze: Stadt hofft auf Förderung

Der Kunstrasenplatz in Affeln hat schon bessere Tage gesehen.
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Der Kunstrasenplatz in Affeln hat schon bessere Tage gesehen.

Es wäre so schön gewesen: Neue Kunstrasenplätze und mehr in der Hönnestadt. Doch in Sachen Sportstättenförderung kam Neuenrade nicht zum Zuge.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte Kämmerer Gerhard Schumacher, dessen Abteilung für die Zuschussbeantragung zuständig ist, jedoch auf Anfrage der Redaktion.

Beantragt worden waren Fördermittel für den Affelner Sportplatz, das Waldstadion und den Sportplatz Küntrop in Höhe von insgesamt fast einer Million Euro. Zehn Prozent hätte die Stadt dazu tun müssen. Das Geld stand im Topf des Investitionspaktes zur Förderung von Sportstätten 2020/2021 zur Verfügung. Doch nachdem die Bezirksregierung schon mitgeteilt hatte, dass das Programm „erheblich überzeichnet“ sei, ahnte der Kämmerer nichts Gutes. Tatsächlich war Neuenrade nicht bei den Auserwählten.

Bewerbungsschluss für zweite Runde im Januar

Aber: Laut Schumacher gibt es eine zweite Runde, für die im Januar Bewerbungsschluss ist. „Die Anträge vom letzten Mal werden automatisch vorgetragen,“ sagte Schumacher. Die finanzielle Stärke einer Kommune werde bei der Bewilligung keine Rolle spielen, zitierte Schumacher die übergeordnete Behörde.

Was die Kriterien anbelangt, so werde das Land jene Kommunen bevorzugen, deren Anlagen möglichst breitensportmäßig genutzt werden könnten, sagte Schumacher. Er habe allerdings bei den Positiv-Bescheiden auch Kunstrasenplätze gesehen. Laut Schumacher treffe die Bezirksregierung eine Vorauswahl, leite diese nach Düsseldorf weiter. „Das Heimatministerium entscheidet dann“, so Schumacher.

Ministerium möchte den Spaß am Sport fördern

Laut Heimatministerium werden Gebäude und Einrichtungen gefördert, „die zur Ausübung von einer oder mehreren Sportarten dienen und Anlagen für den Breitensport, die die körperliche Fitness, den Ausgleich von Bewegungsmangel sowie den Spaß am Sport befördern“. Vorrang hätten Maßnahmen, die besonders vielen Menschen einen Zugang zur sportlichen Betätigung ermöglichten und/oder quartierbezogene niederschwellige Angebote mit großer Reichweite für Kinder und Jugendliche (zum Beispiel Parcouring, Dirtbike, PumpTrack, Kleinspielfelder, Basketballfelder oder ähnliches).

In der ersten Runde hatte der Fördertopf ein Volumen von 47 Millionen Euro. Vorbehaltlich der Beschlussfassungen über den Bundeshaushalt und den Landeshaushalt für das Jahr 2021 werden in Runde zwei landesweit noch einmal 31 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Sollte die Stadt zum Zuge kommen, würde sich die Ausführung entsprechend verzögern. Der Kämmerer hatte zudem drei Anträge – je einen für Affeln, Neuenrade und Küntrop – gestellt.

Mittlerweile erheblicher Unterhaltungsaufwand

Affeln und Neuenrade haben im Ursprungsantrag wegen des Alters der Kunstrasenplätze Priorität. Dabei ging es neben der Erneuerung der Spielfläche jeweils um die Umrüstung der Flutlichtanlagen auf LED-Technik, um neue Fußballtore und neue Netze, sowie diverse Nebenarbeiten.

In der Tat scheint eine Erneuerung der Kunstrasen vor allem in Affeln und Neuenrade nötig. Die Plätze sind überspielt, der Reparatur- und erhaltungsaufwand ist inzwischen nicht unerheblich.

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