Realschüler erfahren Maschinenbau als Erlebnis

Elektroniker für Betriebstechnik haben häufig mit Schaltschränken zu tun. Hier erhält Alexander Stirnberg (li.) , in Begleitung der Azubis Hendrik Hain, Anna-Lena Bankrowitz und Ausbildungsleiter Christian Levermann einen kleinen Einblick. - Foto: von der Beck

Neuenrade -   Bei der Bültmann GmbH kümmert man sich intensiv um den Firmennachwuchs und nutzt jede Möglichkeit, Kontakt zu Jugendlichen und damit potenziellen Mitarbeitern aufzunehmen. Ob Girls’ Day, Praktika oder jetzt eben mit dem Erlebnistag Maschinenbau, den Firma Bültmann in dieser Woche veranstaltete.

Gerade angesichts des demographischen Wandels erscheint das sinnvoll. Die Zahl der Bewerbungen durch Jugendliche geht kontinuierlich zurück. Schon jetzt gibt es offenbar vermehrt Jugendliche, die sich aus mehren Angeboten das Beste heraussuchen können.

Wie dem auch sei: Fünf Balver Realschüler aus der 9. Klasse nutzten die Gelegenheit, um sich den Erlebnistag Maschinenbau zu gönnen. Organisiert wurde das von Bültmann-Mitarbeiterin Mareen Schulte. Die bestätigte auch, dass die Zahl der Bewerbungen rückläufig sei.

Nach einer kurzen Firmenpräsentation und Betriebsbesichtigung wurden den Schülern in den Ausbildungsabteilungen Elektrowerkstatt, Montage und Konstruktion die Ausbildungen als Energieanlagenelektroniker, Industriemechaniker und technischer Produktdesigner – übrigens auch als Verbundstudium möglich – vorgestellt.

Alexander Stirnberg, einer der Schüler, schien jedenfalls von dem Erlebnistag sehr angetan. Er hatte auch schon Vorkenntnisse durch ein anderes Praktikum und hat den Hang zum Praktischen. Bei Bültmann erfuhr er nun viel über die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Hier wurde er nicht nur von Ausbildungsleiter Christian Levermann betreut, sondern erhielt sozusagen Insiderwissen von den beiden Azubis Hendrik Hain und Anna-Lena Bankrowitz. Unisono hieß es vom Leiter und den Lehrlingen beim Erlebnistag Maschinenbau, dass Praktika sehr wichtig sind. Levermann sagte, dass mindestens drei Wochen sinnvoll seien – dann könnten sich beide Seiten ein Bild machen. Wichtig sei zudem handwerkliches Geschick und vor allem Lust und Motivation. Azubi Hain bestätigte, dass ein Verständnis für Mathe und Physik nicht unwichtig sei.

Im Rahmen des Erlebnistages sollte es zudem noch einen „Crashkurs Bewerbungsgespräch“ geben. Dabei gehe es auch um einen gewissen Verhaltenskodex, der von Blickkontakt über Höflichkeit, angemessene Sprache bis hin zu Aufmerksamkeit reicht, erläuterte Mareen Schulte. Im Hause Bültmann ist man stolz auf das Ausbildungsniveau: Immer wieder gehörten die Azubis zu den Topabsolventen ihres Jahrganges und würden in der Regel nach der Ausbildung übernommen. - von Peter von der Beck

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