Entwicklung der Neuenrader Kernstadt im Fokus

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Der Kernstadtbereich ist klar definiert; zudem wurde die Infrastruktur untersucht.

Neuenrade - Im Bau- Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss steht das sogennannte „Isek“ im Fokus – das integrierte stadtbauliche Entwicklungskonzept. Dabei geht es um die künftige Entwicklung der Neuenrader Kernstadt: Es geht um Verschönerungen und Verbesserungen im Sinne der Bürger.

Präsentiert werden dabei städtebauliche Projekte, die seitens des Landes gefördert werden können. Die Förderung ist dabei natürlich nur anteilig, Die Stadt muss für jede Maßnahme einen Eigenanteil mitbringen.

Die Kernstadt ist dabei genau definiert: Im Osten ist noch der Bereich Bahnhof enthalten; im Süden wird die Kernstadt von Rüterbruch, Kampstraße und Haller Weg begrenzt, Im Westen ist die Grenze am Kaufpark; im Norden ist die Bundesstraße sowie die Altstadt und der Bereich Am Semberg die Grenze.

Innerhalb dieses Plangebietes wurde die Infrastruktur analysiert: Vermerkt wurde, wo Gastronomie angesiedelt ist, wo hauptsächlich gewohnt wird, wo Dienstleistung und Handel stattfinden und wo Gemein-Bedarf wie Schule oder Rathaus vorhanden ist. Dabei wird deutlich, dass sich erwartbar die Leerstände an der Ersten Straße und an der Bahnhofstraße konzentrieren. Recht viel Gewerbe gibt es im Kernstadtbereich und viel Freiflächen. Und: Erstaunlich viele Reserveflächen zum Wohnen sind in Neuenrade vorhanden.

Für die Kernstadt wird nun ein Leitbild formuliert, an dem sich die Projekte orientieren müssen. Dabei steht der demographische Wandel (stark wachender Rentneranteil) immer für die Gesamtstadt im Fokus. Die Planer haben dazu eine Reihe von Maßnahmen formuliert:

- Die Trennung der Stadt durch die B229 überwinden

- Dem Versorgungsauftrag durch Ausbau und Stärkung als Handelsstandort gerecht werden

- Flächenpotenziale neu bewerten und nutzen

- Die Altstadt lebenswert erhalten

Die Maßnahmen und Projekte, die daraus resultieren, kosten eine ganze Menge:

- Der Quartiermanager zählt dabei zu diesen Maßnahmen. Der Mensch, welcher diesen Job erhält, wird von 2019 bis 2026 beschäftigt. 400 000 Euro sind dafür veranschlagt, Der Anteil der Stadt beträgt dabei 160 000 Euro. In das Arbeitsgebiet entfallen unter anderem Leerstands- und Nachnutzungsmanagement.

- Mindestens 900 000 Euro sollen zudem in Bahnhofstraßenprojekte investiert werden. Das reicht von Entwurfsplanung Bahnhofstraße über Umnutzung der Alt-Moschee bis hin zu „Umgestaltung Evangelischer Friedhof“.

- Großer Raum wird auch der Altstadt eingeräumt. Hier werden 900 000 Euro in die Umsetzung Bürgermeister-Schmerbeck-Platz- und Wegekonzept investiert werden.

- Auch die Hönnequell-Schule ist involviert. Rund 450 000 Euro sollen hier in die Hand genommen werden, um zu Beginn der 20er Jahre den Schulhof im einen „multifunktionellen Begegnungsplatz“ zu verwandeln und die Fassade zu gestalten.

- Ein Parkraumbewirtschaftungskonzept soll her. Kostenansatz: 30 000 Euro.

Peter von der Beck

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