Entsorgung wird für den Bürger günstiger

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Der Preis für Frischwasser bleibt im kommenden Jahr wohl stabil.

NEUENRADE - Gute Nachrichten für die Neuenrader. In Zeiten steigender Gebühren und Abgaben wird es in Sachen Wasser, Abwasser und anderen Ver- und Entsorgungsgebühren nicht teurer oder es wird gar günstiger.

So wird die Wasserverbrauchsgebühr mit 1,68 Euro pro Kubikmeter gleich bleiben. Und das, obwohl die Stadtwerke unter dem Strich sogar knapp 10 000 Euro weniger Einnahmen aus dem Wasserverbrauch hatten und zudem noch die Stromkosten um 10 000 Euro (EEG-Umlage) gestiegen waren. Schön gespart hat man bei den Stadtwerken: Vor allem bei den Aufwendungen – allein 12 000 Euro beim Filtermaterial – und geringeren Instandhaltungskosten bei den Hausanschlüssen (14 000 Euro) konnten der geringere Umsatz und die Strompreiserhöhungen mehr als kompensiert werden. Im übrigen ist auch eine Anhebung der Grundgebühr je installiertem Wasserzähler nicht erforderlich. Unter dem Strich müssen die Gebühren im Jahr 2014 die Summe von rund 1,34 Millionen Euro decken.

Was nun Schmutz- und Niederschlagswasser anbelangt, da wird es günstiger für den Bürger. So ermäßigt sich die Schmutzwassergebühr immerhin um vier Cent – bei der Normalgebühr – auf 3,44 Euro pro Kubikmeter Wasser. Für Ruhrverbandsmitglieder wird es um drei Cent günstiger – bezahlt werden müssen 1,17 Euro pro Kubikmeter.

Günstiger wird es auch beim Niederschlagswasser, jene Gebühr mit der die Entwässerung für Straßen und Grundstücke bezahlt werden muss. Die Normalgebühr beträgt hier künftig 1,29 Euro pro Quadratmeter. Ruhrverbandsmitglieder bezahlen mit 0,98 Cent sogar sechs Cent weniger pro Quadratmeter als im Vorjahr. Teurer wird allerdings die Zählermiete. Hier veranschlagen die Stadtwerke künftig für den zusätzlichen, geeichten Wasserzähler 1,07 Euro (die neuen Geräte sind teurer). Strukturelle Verbesserungen sind es, die hier unter dem Strich zu einer Entschärfung der Gebührensituation führen. Die Stadtwerke sprechen hier von einer Verminderung der Personal-/Verwaltungskosten, der Kapitalkosten und sonstigen Kosten. Auch sind die Ruhrverbandsbeiträge günstiger. Dabei konnte auch der Einfluss des sinkende Wasserverbrauchs kompensiert werden. Bei Niederschlagswasser schlägt auch ein anderer Effekt zu Buche: „Die Senkung der Gebühr wurde zusätzlich vom Zuwachs der gebührenrelevanten Flächen beeinflusst“. Sprich, die Kosten verteilen sich auf mehr Nutzer.

Bleibt der Hinweis auf die Kosten für die Entsorgung von Schmutzwasser bei Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben. Die Gebühr für die Entsorgung der Grundstücksentwässerungsanlagen für 2014 beträgt nun 40,26 Euro pro Kubikmeter. Für 2013 wurden noch sieben Euro pro Kubikmeter mehr berechnet. Die Gebührensenkung, so heißt es von den Stadtwerken, ergebe sich aus der Verminderung der Abfuhrkosten und Steigerung der durchschnittlichen Abfuhrmengen.

Weitgehend stabil bleiben die Gebühren für den Bürger bei der Abfallentsorgung: Es gibt zwar einen neuen Entsorger, die Remondis Olpe GmbH, das bleibt aber ohne Auswirkungen auf die bestehenden Verträge. Auch die Entsorgungsgebühren, ermittelt aus Über- und Unterdeckung der vergangenen drei Jahre und angesichts zurückgehender Mengen bei Restabfall und Grünabfall bleiben unverändert bei 0,69 Euro pro Kilogramm (Restabfall), unverändert bleibt auch – mit 0,17 Euro pro Kilogramm – die Sperrmüllentsorgung. Gleich bleibt die Gebühr für den Windelabfall (0,25 Euro pro Kilogramm) sowie der Bioabfall mit 0,45 Euro pro Kilogramm. Und unverändert bleiben die Gebühren für den Bringhof. Und das alles sogar vor dem Hintergrund vermutlich steigender Entsorgungsgebühren beim Märkischen Kreis. Bleibt der Hinweis auf die Grundgebühr, die pro Einwohner nun 27,60 Euro pro Jahr betragen wird (Vorjahr: 28,80 Euro). Darin enthalten sind unter anderem die Sammel- und Transportkosten, Wiegekosten, allgemeine Verwaltungskosten aber auch Erlöse aus Vermarktung von Wertstoffen.

Erfreulich ist übrigens die Entwicklung bei den Straßenreinigungsgebühren: Laut Stadtwerke wird sie für das Jahr 2014 nun 1,92 Euro pro sogenannten Wurzelwert betragen. Das sind immerhin 73 Cent weniger als für das laufende Jahr. Diese günstige Entwicklung speist sich auch aus Überzahlungen im Jahr 2012.

Über das Gebührenkonglomerat wird der Verwaltungsrat am Montag um 17 Uhr eine Entscheidung fällen.

Von Peter von der Beck

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