Bauausschuss entscheidet

Endlich grünes Licht für Aldi-Ansiedlung in Neuenrade?

+
Auf dem ehemaligen Sportplatz Niederheide soll ein Discounter – alle wollen Aldi – und Wohnbebauung entstehen. Das Projekt wird Thema im nächsten Bauausschuss.

Neuenrade – Es ist erst der Anfang, denn schließlich muss erst das nötige Baurecht geschaffen werden, damit sich am Standort Niederheide ein Lebensmitteldiscounter ansiedeln kann.

Für ganz Neuenrade scheint klar, dass es Aldi ist, der sich auf dem ehemaligen Sportplatz an der Niederheide niederlässt. 

Auch die Tagesordnung des nächsten Bauausschusses deutet auf den offenbar beliebten Discounter hin. „Planung und Errichtung eines Aldi-Discounters auf dem ehemaligen Sportplatz an der Niederheide. Hier: Projektvorstellung durch Planer“, heißt einer der Punkte. 

Zunächst muss ein Beschluss vorliegen

Doch: Darauf weisen die Beteiligten immer wieder hin. Erst einmal müsse ja ein Beschluss vorliegen. Die nötigen Rahmenbedingungen, um zügig einen Beschluss zu fassen, sind erarbeitet worden. So liegt für den Bauausschuss ein Gutachten zu einem Einzelhandels- und Zentrenkonzept von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH aus Köln vor. Vorab wurde der Konzeptentwurf Ende 2019 der Bezirksregierung präsentiert, die ohnehin zustimmen muss. 

„Einen positiven Tenor“ gab es für die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches, Anregungen wurden eingearbeitet. Das Einzelhandelskonzept und die Abgrenzung des Versorgungsbereiches müssen der Bezirksregierung noch einmal vorgelegt werden. Die Ausschussmitglieder müssen dazu über eine Beschlussempfehlung abstimmen. Der zentrale Versorgungsbereich wird nun erweitert. Endete er früher etwa in Höhe des ehemaligen Aldi-Marktes an der Bahnhofstraße, in dem sich nun eine Kita befindet, so wird der Bereich nun bis Höhe Beginn Zimmerei Roß ausgedehnt. Nicht inbegriffen ist der Schul- und Sportkomplex. 

Bestandsaufnahme vorgenommen

Die Stadtplaner haben zunächst eine Bestandsaufnahme vorgenommen und die Einzelhandels- und Dienstleistungsstruktur in der Innenstadt analysiert. Sie nahmen Leerstände auf – immerhin gibt es zwölf leere Ladenlokale – und stellten den Versorgungsgrad für verschiedene Produktgruppen fest. 

Eindeutig ist jedenfalls das Urteil der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung was die Ansiedlung eines zusätzlichen Discounters anbelangt: „Der Betriebsbesatz ist mit zwei Lebensmittelvollsortimentern und einem Discounter als unausgewogen zu bezeichnen. Mit Rewe und Lidl existieren zudem nur zwei Betreiber in Neuenrade. Aufgrund der aktuell unterdurchschnittlichen quantitativen und qualitativen Ausstattung im Bereich Nahrungs- und Genussmittel ist die Ansiedlung eines weiteren Lebensmitteldiscounters in Neuenrade aus gutachterlicher Sicht zu empfehlen.“ Es liegt nahe, dass es wohl Aldi wird. 

Sonderstandort Hüttenweg

Auch zum Sonderstandort Hüttenweg äußern sich die Gutachter und haben hier ebenfalls eine klare Empfehlung: Berücksichtige man das umfangreiche Angebot an Nahversorgungs- und zentrenrelevanten Sortimenten, sei dort – 20500 Quadratmeter – eine Ausweitung der vorhandenen Sortimentsbereiche (Baumarkt, Bäcker, Imbiss, Geräteverleih, Möbelhaus) „ausgeschlossen“. 

Zurück zur Niederheide. Manfred Höne, geschäftsführender Gesellschafter bei Eco-Plan, die in Verbindung mit der VR-Südwestment die Bebauung des Areals managt, sagte auf Nachfrage: „Wenn man jetzt seitens der Politik grünes Licht gibt, dass es baurechtlich weitergeht und dass bis Ende 2020 Baurecht erreicht wird, das wäre toll.“ Letztlich planerisch umsetzen werde das Projekt das Architekturbüro Eicker aus Halver, so Höne. 

Erschließung von der Bundesstraße

Das Gelände Niederheide soll von der Bundesstraße aus erschlossen werden. Auf der Fläche soll nicht nur ein Discounter entstehen, sondern auch Wohnbebauung. Investor ist die VR-Südwestment.

Die öffentliche Sitzung des Bauausschusses findet am Montag, 20. Januar, ab 17 Uhr im Rathaus statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare