Ende des Streits in Sicht

Symbolbild

NEUENRADE ▪ Der jahrelange Streit zwischen der Stadt Neuenrade und Unternehmer Heinz Friedriszik um die Rechtmäßigkeit der Kaisergarten GmbH nach der Gemeindeordnung biegt wohl auf die Zielgerade ein. Am 25. November findet der erste Verhandlungstag vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg statt, kündigte der Bürgermeister in der Ratssitzung am Mittwoch an.

Die Fronten bleiben in dem Streit verhärtet. Beide Seiten verteidigen weiter ihre Argumente, bei denen es darum geht inwieweit sich eine Stadt wirtschaftlich nach der Gemeindeordnung betätigen darf. Möglichkeiten auf einen Vergleich scheint es nicht mehr zu geben. „Es läuft auf ein klares ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ hinaus“, sagt Friedriszik, der sich durch die Aussagen von Bürgermeister Klaus Peter Sasse in der vergangenen Ratssitzung abermals angegriffen fühlt.

„Das ist sehr schwer zu verdauen“, hatte Sasse im Rat gesagt. Der Bürgermeister fürchtet bei einer Zerschlagung der Kaisergarten GmbH um den Saal für die Vereine und die kulturellen Angebote der Stadt. „Das ist die gute Stube unserer Stadt“, betonte Sasse im SV-Gespräch. Dazu könnte der städtische Haushalt bei einer Zerschlagung mit geschätzten ein bis 1,5 Millionen Euro belastet werden. Auch der Bürgermeister sieht kaum noch Chancen auf einen Vergleich. Er sieht den Kaisergarten ohne Hotelzimmervermietung nicht haltbar.

Genau diese Aussage stellt Heinz Friedriszik weiter in Frage. „Für mich nimmt die Stadt den Saal des Kaisergartens als Alibi“, sagt der Neuenrader Hotelier, da Hotel- und Saalbetrieb für ihn keinen großen Zusammenhang haben. Die Aussagen aus der Ratssitzung empfindet er zudem als persönliche Hetze gegen seine Person. Friedriszik behauptet, dass es in dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht nicht um Geld gehe. „Ich will einfach eine Entscheidung ob die Kaisergarten GmbH rechtens nach der Gemeindeordnung ist oder nicht.“ Dass es aber bei einer negativen Entscheidung für die Stadt zu Kosten kommen kann, weiß auch Friedriszik.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse unterstrich im SV-Gespräch noch einmal seine Sorge. „Ich habe einen dicken Hals“, betonte Sasse, „und einfach die Sorge, dass da etwas für die Vereine kaputt gemacht wird.“ ▪ David Schröder

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