Eltern entscheiden über die Gemeinschaftsschule

Das Team um Achim Körbitz (3.v.l.) hat das Konzept der Gemeinschaftsschule erstellt.

NEUENRADE ▪ Gemeinschaftsschule. Kein anderes Thema wird dieser Tage in Neuenrade so kontrovers diskutiert.

„Es bestanden einige Vorurteile und Missverständnisse, die wir hoffentlich ausräumen konnten“, sagte Dierk Rademacher vom Schulverwaltungsamt auf Anfrage unserer Zeitung. Gestern Abend fand die letzte Informationsveranstaltung für Eltern statt, in der Pädagogen und Vertreter der Stadt das Konzept der geplanten Gemeinschaftsschule vorstellten. Nun werden Zettel verteilt, auf denen die Eltern ankreuzen sollen, ob sie sich vorstellen können, dass ihr Kind nach der vierten Klasse die Gemeinschaftsschule besucht oder nicht.

Rademacher: „Wir sind guter Dinge, dass wir die nötige positive Resonanz erhalten.“

Am Dienstag sollen die ausgefüllten anonymen „Stimmzettel“ abgegeben und am Abend ausgezählt werden. Dierk Rademacher hofft, dass mindestens 69 Eltern mit Ja stimmen. Dann könnten drei Klassen mit je 23 Kindern gegründet werden. „Es geht nun darum, eine Tendenz herauszufinden. Wenn wir die Stimmen haben, können wir weiter machen – wenn nicht genug zusammenkommen ist das Projekt Gemeinschaftsschule Neuenrade erstmal gestorben“, verdeutlichte der Vertreter der Schulverwaltung und unterstrich die Wichtigkeit einer solchen Schule für die gesamte Stadt: „Es ist nicht nur eine Chance, sondern es ist die Chance für unsere Stadt.“ Bis zur Ratssitzung am Mittwoch sollen die Stimmen ausgewertet werden. Ein positives Ergebnis ebne dann den weiteren Weg. Konkrete Anmeldungen könnten dann Anfang des Jahres getätigt werden.

Das pädagogische Konzept zur geplanten Gemeinschaftsschule Neuenrade (GSN) kommt übrigens zum Ergebnis: „Wenn Neuenrade erwartungsgemäß stark daran interessiert ist, sein allgemein bildendes Schulwesen nicht auf eine Grundschule zu reduzieren, sondern den Eltern weiterführende Bildung wohnungsnah zur Verfügung zu stellen, ist die Errichtung einer Gemeinschaftsschule nahezu alternativlos!“

Das gesamte Konzept ist auf der städtischen Internetseite unter http://www.neuenrade.de einsehbar.

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