Windräder

Eisschlag am Kohlberg: Politik und Investor zeigen sich verwundert

Die Windräder auf dem Kohlberg waren nach dem Eisschlag Thema im Bauausschuss.
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Die Windräder auf dem Kohlberg waren nach dem Eisschlag Thema im Bauausschuss.

Nach dem gefährlichen Eisschlag von den Kohlberg-Windrädern ist das Problem jetzt in der Politik angekommen. Der Investor zeigt sich auf Anfrage verwundert.

Der Eisschlag von einer der fertiggestellten Kohlberg-Windenergieanlagen, den Spaziergänger Bernhard Tönnesmann dokumentiert und an Dahles Ortsvorsteher Helmar Roder geschickt hatte, veranlassten den Neuenrader Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) am Montagabend im Bauausschuss Stellung zu dieser Sache zu nehmen.

Demnach waren Wiesemann und Ordnungsamtsleiter Marcus Henninger gleich am Samstagvormittag nach der Veröffentlichung auf dem Kohlberg, um sich die Sache anzusehen, hätten aber keinen Eisschlag gefunden und demnach auch nichts zu veranlassen gehabt. Denn bis dato waren bei der Neuenrader Verwaltung „keinerlei Informationen“ darüber eingegangen. Wiesemann: „Ich frage mich, warum man nichts an uns herangetragen hat.“ Wenn das Video so früh vorgelegen habe, warum habe man nicht direkt die Neuenrader Verwaltung informiert, fragte das Stadtoberhaupt. „Dann hätten wir zeitnah reagieren können.“ Der Dahler Ortsvorsteher Helmar Roder hatte gesagt, die Daten „an Ordnungsamtsleiterin Ulrike Anweiler“ (Altena) weiter geleitet zu haben. Der Kohlberg und sämtliche Windräder gehören allerdings bekanntermaßen zum Neuenrader Stadtgebiet.

Investor hat nur über Umweg von dem Problem erfahren

Der Bürgermeister hatte sich auch auf höherer Ebene noch erkundigt, ob irgendwelche Auflagen zu erfüllen gewesen wären. „Aber das war nicht der Fall“, sagte er in der Ausschusssitzung.

Bei SL Naturenergie hat man sozusagen auf Umwegen über Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken von dem Eiswurfereignis erfahren. Geschäftsführer Milan Nitzschke bestätigte, das sich Eis an den stehenden Flügeln der eingezäunten Anlage gebildet habe. Er wunderte sich, dass man nicht sofort informiert worden sei, dann hätte man auf die Gefahr eher hinweisen oder Maßnahmen ergreifen können.

Schild warnt jetzt vor Eisschlag

Jetzt habe man ein Schild aufgestellt, das vor der Gefahr warne. Die Anlage verfüge grundsätzlich über eine Blattheizung, die allerdings noch nicht laufe. „Leider darf die Anlage ja nicht in Betrieb genommen werden“, sagte er.

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