Neuenrade scheint auf dem richtigen Weg

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Christiane Frauendorf und Klaus Filter zeichnen ein optimistisches Bild für Neuenrade.

NEUENRADE -  Neuenrade scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Es geht nur gemeinsam. Das wurde am Dienstagabend im Rahmen der Sitzung des Einzelhandels deutlich, zu der die entsprechende Projektgruppe des Stadtmarketingsvereins geladen hatte.

Von Markus Jentzsch

Rund 20 Interessierte aus den Bereichen Einzelhandel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistungen nahmen an der ersten Sitzung dieser Art teil, ließen sich über bereits realisierte Projekte informieren und verfolgten gespannt, wie sich der Verein die Gestaltung der Zukunft vorstellt.

Zu Beginn habe es noch zwei getrennte Projektgruppen für die Sparten Einzelhandel und Handwerk gegeben, begann der Gruppenleiter Klaus Filter seinen Vortrag, schnell habe sich herausgestellt, dass es mehr Sinn mache, die Kräfte zu bündeln. Die Schließungen von Aldi und Schlecker trugen dazu bei, dass sich die wirtschaftlichen Entwicklungsaussichten für die Kommune verdunkeln würden. Der Neubau am Stadtgarten und etliche kleinere Impulse hätten dann dazu geführt, dass sich eine Art Aufbruchstimmung durchsetzte. Und diese Faktoren spielten wohl auch eine Rolle bei der Entwicklung eines funktionierenden Stadtmarketings.

Nachdem Klaus Filter das zurückliegende Jahr kurz skizziert hatte, sprach er die Pläne für 2014 an. An den etablierten Veranstaltungen wie Gertrüdchen und Halloween wird sich natürlich nichts ändern. Allerdings reagieren die Verantwortlichen auf den Erfolg des verkaufsoffenen Sonntags im Herbst 2013, der zusammen mit dem Drachenfest in Küntrop stattfand. Das möchte der Marketingverein um Geschäftsführerin Christiane Frauendorf gerne wiederholen. Allerdings gibt es eine terminliche Kollision mit dem Werdohler Einzelhandel. Gespräche laufen bereits, ob Neuenrade wie gewünscht am 28. September seinen verkaufsoffenen Sonntag ausrichtet oder auf den 21. ausweichen muss.

Hinsichtlich des Weihnachtsmarktes zollte der Verein der Altstadtgemeinschaft für ihre überaus erfolgreich verlaufene Alternativ-Veranstaltung seinen Respekt. Auch dieses Event wird es 2014 geben. Überdies soll es in der Adventszeit an jedem Wochenende eine Veranstaltung geben – eine unter Federführung des Einzelhandels. Der Weihnachtsmarkt in Affeln gilt als gesetzt. Es gibt Pläne, im Umfeld der evangelischen Kirche und der Eulengasse eine Holzhütten-Stadt aufzubauen.

Im Laufe der konstruktiven Versammlung kam auch die touristische Entwicklung der Region zur Sprache. Früher, vor der Wirtschaftskrise, haben viele Business-Reisende Station in Neuenrade gemacht, mittlerweile spielen die Touristen eine wichtige Rolle für die Stadt. Entsprechend aktiv ist der Stadtmarketingverein in diesem Bereich, hat beispielsweise an der Herausgabe einer Wanderkarte mitgewirkt und will Schilder mit attraktiven Radfahr-Routen aufstellen.

Die Schließung der Postfiliale ist aus Sicht des Vereins negativ behaftet. „Neuenrade ohne Post ist ein No-Go“, betonte Christiane Frauendorf. Am 30. Juni wird die Filiale im Mühlendorf definitv ihren Betrieb einstellen. Die Suche nach einer Alternative läuft auf Hochtouren. Interessenten oder Ideengeber können sich bei Klaus Filter und seinem Team jederzeit melden.

Zudem informierte die Veranstaltungsleitung die Anwesenden darüber, dass die Gema auf Neuenrader Events ein Auge geworfen habe und alle darauf achten sollten, meldepflichtige Aktionen an die Gema weiterzuleiten.

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