Aktuelle Zahlen

Einwohner-Statistik: Neuenrade auf der Sonnenseite

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Im Vergleich zu den Nachbarstädten steht Neuenrade in der Statistik gut da.

Neuenrade - Es ist Datenmaterial, das sich Bürgermeister in der Regel mit höchstem Interesse anschauen: die Einwohner-Statistik. Die Stadt Neuenrade steht vergleichsweise gut da.

Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann die Zahl der Einwohner als Indikator für die Attraktivität einer Stadt gewertet werden, vor allem wenn es dabei um den Vergleich mit den Nachbargemeinden geht. So stehen doch die Städte inzwischen im Wettbewerb um die Gunst der Bürger. Neuenrade hat da offenbar ganz gute Karten.

Zwar gingen in der Vergangenheit die Einwohnerzahlen auch in Neuenrade zurück. Der Schwund war aber – vergleichsweise – moderat. Zudem stieg in der jüngsten Vergangenheit die Zahl der Kinder: Demnächst wird sogar ein weiterer Kindergarten gebaut, ohne dass größere Baugebiete in der Vergangenheit ausgewiesen worden wären.

Die aktuelle Statistik des Landesbetriebs Information und Technik zeigt per 31. Dezember 2016 einen Einwohnerstand von 12.012. Dazu bieten die Statistiker Zahlenmaterial auf breiter Basis an – einen Fünfjahreszeitraum und den Zensus 2011.

In den Nachbarstädten ist der Rückgang deutlicher

Gegenüber 2011 hat Neuenrade demnach 108 Einwohner weniger. Das entspricht 0,9 Prozent. Viel schlimmer sieht es in den umliegenden Städten aus. Altena hat im selben Zeitraum rund 860 Einwohner, Balve rund 190, Plettenberg rund 610 und Werdohl 460 Einwohner verloren.

Erstaunlich hoch ist dabei der Anteil der Frauen, welche die Städte verloren haben. Sowohl in Altena als auch in Neuenrade liegt der Frauen-Anteil bei den Einwohnerverlusten um die 65 Prozent in dem Fünfjahreszeitraum. In Werdohl sind es sogar fast 80 Prozent.

Neuenrade lockt mit Gutscheinen und Badetüchern

In Neuenrade kümmert sich die Stadtverwaltung, aber auch der Stadtmarketingverein um die Neubürger. Es gibt ein Begrüßungspaket mit Informationsmaterial und Gutscheinen. Gerade geborene Kinder erhalten sogar ein Neuenrade-Badetuch. Auch bei der Einschulung oder dem Wechsel auf die Hönnequell-Schule gibt es noch Geschenke, die durch Sponsoren finanziert werden.

Das alles lockt sicher keinen Einwohner mehr nach Neuenrade, stärkt aber unter dem Strich – so glauben die Initiatoren – die Identifikation mit Neuenrade.

Von Peter von der Beck

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