Im Einsatz für die Neuenrader Blumen

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Wegen der anhaltenden Hitze ist Klaus Bartelt, Mitarbeiter des Bauhofs, im Dauereinsatz. Zweimal in der Woche gießt er die Blumen im Stadtgebiet. In Neuenrade sind das vor allem die Anlagen, die der Grüne Daumen bepflanzt hat. In Küntrop, Affeln und Altenaffeln bewässert er städtische Blumenbeete und Kübel.

Neuenrade - Die anhaltende Hitze macht der heimischen Pflanzenwelt zu schaffen. Bauhof-Mitarbeiter Klaus Bartelt ist deswegen quasi im Dauereinsatz – er kümmert sich um viele Grünanlagen und die Blumenbeete. Denn die brauchen nun doppelt so viel Wasser.

Anhalten, aussteigen, Schlauch nehmen, gießen, Schlauch einpacken, weiterfahren, anhalten, Schlauch nehmen – es ist ein immer wiederkehrender Ablauf. Klaus Bartelt fährt mit einem großen Lkw, auf dessen Ladefläche ein Wassertank angebracht ist, durch Neuenrade, Küntrop, Affeln und Altenafflen. 

Dort gießt er zahlreiche Blumenbeete – knapp 30 Stationen liegen auf seinem Weg. Die Beete in Neuenrade hat vor allem der offene Arbeitskreis „Grüner Daumen“ bepflanzt, die Anlagen in den umliegenden Dörfern der Bauhof. Trotz der brütenden Hitze mache ihm die Arbeit Spaß, erklärt er. 

Schicht beginnt früh morgens

Schon früh morgens beginnt die Schicht des 58-Jährigen. Um 6 Uhr fährt er mit dem Lkw los. Als ich ihn um 10 Uhr treffe, hat er schon viele Stationen abgearbeitet. Den ersten Stopp mit mir macht er an der Kreuzung Erste Straße/Poststraße. Am Bürgersteig parkt er das Fahrzeug – dabei beobachtet Bartelt aufmerksam den Verkehr im Rückspiegel. Das ist besonders wichtig bei seiner Tätigkeit. Er muss immer wieder an vielbefahrenen Straßen halten, unter anderem auch am Kreisel vor dem Feuerwehr-Gerätehaus. Ob er von anderen Autofahrern schon angepöbelt wurde? „Nein, das ist noch nicht passiert.“ 

Angekommen an einem der vielen Beete steigt Bartelt aus. Von der Ladefläche zieht er den gelben Schlauch und fängt an zu gießen. Das dauert immer einige Minuten. Wie viel Wasser die Pflanzen benötigen, weiß er ganz genau. Seit 1990 ist er beim Bauhof. Und trotz der momentan anhaltenden Hitze seien noch keine der Pflanzenanlagen eingegangen. Wichtiger Tipp von Bartelt: Wenn das Wasser länger an der Oberfläche stehen bleibt, ist die Erde ausreichend gewässert. 

Manchmal wird er während seiner Arbeit von Passanten angesprochen. Eine Frau und mehrere Kinder bleiben stehen, gucken ihm neugierig zu. Der große orangene Lkw des Bauhofs fällt ganz schön auf. 

Seine Tour führt Bartelt quer durch Neuenrade und nach Küntrop (auf dem Bild), Affeln und Altenaffeln. Ungefähr 30 Stationen fährt er ab.

Bei seiner Arbeit wird Bartelt sogar manchmal unterstützt. In Küntrop gieße eine Frau immer die Blumenkübel am Straßenrand. „Das finde ich schon sehr nett“, sagt der Bauhof-Mitarbeiter und freut sich. Ohnehin hat er immer genug zu tun. Denn wenn er nicht die Blumen gießt, kümmert er sich um andere Grünanlagen, beispielsweise an der Schützenhalle in Küntrop. 

Tank fasst 3000 Liter Wasser

3000 Liter fasst der Tank auf der Ladefläche. Und den muss Bartelt am Tag zweimal füllen. Das macht er allerdings nicht am Bauhof, sondern im Feuerwehr-Gerätehaus. Gekonnt steuert er den Wagen rückwärts durch eines der grünen Tore. Mithilfe eines Feuerwehr-Schlauchs wird der Behälter wieder gefüllt. Apropos gekonnt: Den Wagen kennt er quasi „in- und auswendig“. Auch im Winter ist er mit ihm unterwegs. „Dann kommt vorne der Pflug vor“, erklärt er. 

Und was macht ihm mehr Spaß: die Arbeit im Winter oder im Sommer? „Ach, ich finde beides gut“, antwortet er. Dann geht es zurück zum Bauhof: Mittagspause. Feierabend hat er noch nicht. Erst gegen 15 Uhr endet seine Schicht. Und er weiß ganz genau: In zwei bis drei Tagen geht es wieder los, im Einsatz für die Neuenrader Blumenpracht.

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