Vergleichsweise wohlhabend

Weniger Millionäre, mehr arme Menschen in Neuenrade

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Neuenrade - Die Zahl der Millionäre in Neuenrade ist rückläufig. Gleichzeitig gibt es mehr Empfänger von Mindestsicherungs-Leistungen. Im kreisweiten Vergleich steht die Stadt aber gut da.

So weist das Statistische Landesamt (IT NRW) für das Jahr 2015 die Zahl von 887 Menschen aus, die in Neuenrade Leistungen zur Mindestsicherung beziehen. Dabei handelt es sich um finanzielle Hilfen, die der Staat leistet, um den Empfängern das Existenzminimum zu sichern.

Dazu gehören etwa das Arbeitslosengeld II, die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung sowie Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Von allen Neuenradern erhielten im Jahr 2015 also 7,4 Prozent solche finanziellen Leistungen. 2011 hatte die Quote noch bei 5,4 Prozent gelegen, 649 Neuenrader galten in dem Jahr als Empfänger.

Die Jungen sind am häufigsten betroffen

Waren es damals noch die 18- bis 29-Jährigen, die prozentual am stärksten betroffen waren, sind seit 2012 durchgehend die Unter-18-Jährigen die Altersgruppe mit der höchsten Mindestsicherungs-Quote.

Im Vergleich der 15 Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis hat Neuenrade trotzdem die viertniedrigste Quote von Menschen, die Leistungen zur Mindestsicherung beziehen.

Spitzenreiter im Kreis ist Herscheid

Hinter dem Spitzenreiter Herscheid (5,6 Prozent) reihen sich Schalksmühle und Balve ein, Schlusslicht ist das deutlich größere Iserlohn, das mit 12,5 Prozent etwa einen halben Prozentpunkt über dem Landesschnitt liegt.

Auch bei den Spitzen-Einkommen belegt Neuenrade einen guten Platz im kreisweiten Vergleich: Acht Neuenrader erzielten im Jahr 2013 ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als einer Million Euro. Auf 10.000 Einwohner bezogen, wären das 6,7 Menschen. Drei Jahre zuvor waren es noch 8,2.

Dritthöchste Dichte an Einkommens-Millionären

Während die Stadt damit landesweit vom 4. auf den 13. Platz absteigt, wurde sie im Märkischen Kreis von Herscheid eingeholt und liegt jetzt auf Platz 3, während Schalksmühle unangefochten an der Spitze steht – als landesweit Zweiter hinter Meerbusch.

Die entsprechenden Zahlen veröffentlichte IT NRW erst jetzt, weil die Steuerbehörden sie aus rechtlichen Gründen nicht früher zur Verfügung stellen konnten.

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