Neujahrswünsche der Ortsvorsteher Neuenrades

Andreas Wiesemann (Altenaffeln) freut sich auf das Dorfjubiläum. ▪

NEUENRADE ▪ Der Zusammenhalt der Bewohner in allen Neuenrader Ortsteilen ist dessen Ortsvorstehern in Vergangenheit und Zukunft gesehen das Wichtigste. Befragt nach den Wünschen für ihre Dörfer waren sich Andreas Wiesemann (Altenaffeln), Josef Hochstein (Affeln), Lambert Cormann (Blintrop) und Ludger Stracke (Küntrop) in diesem Punkt sehr einig.

Als positives Beispiel konnte hier vor allem Josef Hochstein auf seinen Ortsteil verweisen. Im zu Ende gehenden Jahr hatten die Affelner in guter Zusammenarbeit viel erreicht. Vor allem den Bau des neuen Vereinsheimes des SV Affeln und die Verschönerung des Vorplatzes der Schützenhalle hatten die Dorfbewohner mit Unterstützung der Stadt und zahlreichen Sponsoren gestemmt. „Es gibt nichts schöneres als ein funktionierendes Dorf“, betonte Hochstein und sprach den Bürgern im SV-Gespräch zudem seinen Dank für ein gelungenes Jubiläumsschützenfest aus. Aus diesem Grund wollte Hochstein auch nicht einen Wunsch für mehr Zusammenhalt äußern, sondern er sagte überzeugt: „Ich gehe davon aus, dass es so bleibt.“

Hochstein wünscht wie seine Amtskollegen allen Dorfbewohnern für das kommende Jahr vor allem Gesundheit und einen guten Rutsch in 2012. Der Ortvorsteher feiert den Jahreswechsel am Wochenende im engsten Familienkreis.

Ludger Stracke aus Küntrop sieht im kommenden Jahr noch einige Baustellen für sein Dorf, die es zu bewältigen gelte. Dem Aufbau der Motte und der endgültigen Fertigstellung der Eisenbahnunterführung an der K 24 sieht er mit Freude entgegen. Auch hegt er die Hoffnung, dass aus der Garbecker Straße eine Gemeindestraße wird, die dann für den Lkw-Verkehr gesperrt werde. „Doch ich weiß, dass die Mühlen der Verwaltung da nicht so schnell arbeiten werden“, schränkte Stracke ein.

Auf die Neuauflage des Kartoffelfest freut sich der Ortsvorsteher besonders: „Das hat guten Anklang gefunden in diesem Jahr.“ Sorgen bereitet ihm noch der leerstehende Gasthof Schweitzer. Hier hat Stracke den Wunsch, dass sich 2012 ein neuer Pächter für das Lokal findet. Auch Ludger Stracke wird die Silvesternacht im engsten Familienkreis feiern.

Lambert Cormann, Ortsvorsteher von Blintrop, feiert den Jahreswechsel traditionell mit seinem Kegelclub. Genau für die Belange der Vereine in und um Blintrop hegt er den Wunsch, die Alte Schule als Treffpunkt zu erhalten. Erst kürzlich beschloss der Rat für die Renovierung einer Wohnung in dem Gebäude entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen. „Jetzt müssen wir einen Mieter finden“, betont Cormann. Daneben macht sich der Ortsvorsteher Gedanken zur Überalterung des kleinen Ortsteils. Wie sein Kollege Andreas Wiesemann, sagt er: „Wir müssen einen Weg finden, das Dorf zu verjüngen.“

Auch der Altenaffelner sieht hier die Auswirkungen des demographischen Wandels, vor allem bei Funktionsträgern in den ortsansässigen Vereinen: „Das Ehrenamt ist noch da, doch wir müssen wieder Leute finden, die mehr Verantwortung übernehmen.“ Damit spricht Wiesemann auch junge Bürger auf den Dörfern an.

Daneben steht das kommende Jahr für Altenaffeln schon ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Ortschaft 2013. „Zur Vorbereitung treffen sich da jetzt schon regelmäßig 20 bis 25 Leute“, freut sich Wiesemann und bestätigt damit wiederum die Ansichten seiner drei Amtskollegen, dass der Zusammenhalt und das gemeinsame Engagement immens wichtiger Bestandteil des Lebens in den Neuenrader Ortsteilen ist. ▪ David Schröder

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare