Ex-Schützenkönigin trifft  Papst in Panama

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Beim Weltjugendtag erlebte Karina Fittkau den Papst in Panama.

Küntrop – Karina Fittkau hat den Papst schon sechsmal gesehen. Diesmal traf sie ihn in Panama - obwohl sie eigentlich zu alt für den Weltjugendtag ist.

Mittlerweile hat der Alltag die Küntroperin Karina Fittkau längst wieder. Aber auch mit einigen Wochen Abstand denkt sie immer noch sehr gerne zurück an den Weltjugendtag in Panama. Dort war Fittkau unter hundertausenden Gästen aus aller Welt die einzige Besucherin aus dem Pastoralverbund Balve-Hönnetal. „Kein Problem“, sagte Fittkau.

Die  St.-Johannes-Baptist-Gemeinde Neheim hatte  zum Rückblick eingeladen, auch Pfarrer Stephan Jung. Er hatte die zehn Christen im Alter von 18 bis 29 Jahren geleitet, die aus Neheim, Voßwinkel, Meschede und eben auch aus Küntrop kamen und sich lange auf diesen Weltjugendtag vorbereitet hatten. 

Reise über 24 Stunden

Auch für den Geistlichen hatte sich diese Reise gelohnt: „Der Glauben bekommt neue Impulse.“ In diesem Fall bedeutete das aber auch, für den Hin- und Rückflug etwa 24 Stunden einzuplanen. Von Frankfurt aus ging es in die weite Welt. In der Mainmetropole kam die Gruppe aus dem Sauerland dann nach mehr als einer Woche gesund wieder an. 

Für Karina Fittkau war es bereits der sechste Weltjugendtag. Ihren ersten erlebte sie 2005 in Köln. Von da an nahm die Bürokauffrau, die 2012 die Schützenkönigin in Küntrop war, an jedem weiteren weltweiten Glaubensfest mit dem Papst teil. „Der Jugendtag in Polen 2016 sollte eigentlich der letzte sein“, erinnert sich Fittkau. „Danach hatte ich die Altersgrenze von 30 Jahren als Teilnehmer erreicht.“

Erinnerungen an den Weltjugendtag teilen die jungen Teilnehmer aus dem Sauerland.

Aber Karina Fittkau nutzte eine weitere Option der Teilnahme, nämlich als Gruppenbetreuerin. Damit fiel zwar der Teilnehmerstatus weg, dafür aber durfte sie nach wie vor mit dabei sein. Die damit verbundene Verantwortung macht ihr Spaß: „Ich habe mich wohlgefühlt.“ 

An die tropischen Temperaturen habe sie sich aber zunächst gewöhnen müssen – und an die für sie fremde Kultur in dem zentralamerikanischen Land. „Die Menschen dort sind sehr aufgeschlossen“, erinnert sie sich. Gastfreundschaft wurde gepflegt und unter den Weltjugendtags-Teilnehmern die Gemeinschaft. Jeden Tag gab es viele neue Begegnungen neben  Messfeiern und Andachten. 

Vigilfeier mit 300.000 Gläubigen

„Besonders ragte dabei die Vigilfeier mit Papst Franziskus heraus“, erzählte Fittkau noch immer begeistert. Allein an dieser Anbetung von Samstag auf Sonntag nahmen 300.000 junge Menschen teil: „Und dies in einer sehr ruhigen Atmosphäre.“ 

Aus der Wärme Panamas ist Fittkau nun aber schon wieder einige Wochen zurück im Winter im Sauerland. Der Alltag hat die Küntroperin wieder. Dazu gehören der Beruf, die Dorfgemeinschaft, aber auch die Fastenzeit mit der „Jungen Kirche“ in Langenholthausen, die seit Aschermittwoch mit rund 30 Veranstaltungen bis Ostern läuft. Die ersten vier dieser  kirchlichen Veranstaltungen für Jugendliche hat Fittkau aktiv mitgestaltet. 

Ob sie aber auch 2022 wieder beim nächsten Weltjugendtag in Lissabon mit dabei sein wird, lässt sie vorerst noch offen. Dafür gibt Fittkau Jugendlichen den Tipp,  unbedingt mitzufahren: „Kirche wird auf eine ganz andere, viel lebendigere Weise erlebt“, meint die Küntroperin. „Es gibt viele Kontakt und viele Einblicke in fremde Kulturen."

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