Für eine Handvoll Kleingeld

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Küsterin Theresia Levermann am Gittertor in der St. Lambertus-Kirche in Affeln. Dort verschafften sich die Einbrecher Zugang zum Kirchenschiff, in dem sie anschließend zwei Opferstöcke aufbrachen. ▪

AFFELN ▪ Küsterin Theresia Levermann traute am Morgen von Allerheiligen ihren Augen kaum, als sie die Sankt Lambertus-Kirche in Affeln durch den Chorraum betrat. Das Sicherheitsgitter am großen Eingangsportal stand weit offen, ein Opferkerzenständer lag am Boden und drei Opferstöcke waren aufgebrochen. Das Werk von Einbrechern.

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November hatten die Diebe die schwere Holztür im Turmbereich aufgebrochen. Dann hatten sie die kleine Dose für Bücherspenden aufgebrochen und zuvor den Bewegungsmelder für das Licht im Gotteshaus abgeschlagen. Anschließend hatten sie – vermutlich mit schwerem Werkzeug – die Gittertür zum Kirchenschiff ebenfalls mit roher Gewalt aufgebrochen. Dort angekommen hebelten sie zwei Opferstöcke auf und stellten den Opferkerzenständer auf den Kopf. „Das alles für eine Handvoll Kleingeld“, kann sich die Küsterin nicht erklären warum es Menschen gibt, die in eine Kirche einbrechen.

Insgesamt entstand bei dem Einbruch ein Sachschaden von 3000 Euro. Die Kirchentür wurde bis gestern schon repariert, ebenso wie die Gittertür zum Kirchenschiff. Kratzer und andere Einbruchspuren sind aber noch gut zu erkennen.

Dabei legten die Täter vermutlich eine größere Tour durch die Region zurück. In der Zeit zwischen dem 30. Oktober (13 Uhr) und dem 1. November (13.15 Uhr) versuchten unbekannte Täter zudem eine Eichentür der St. Georgs-Kirche in Küntrop aufzuhebeln, teilte die Polizei mit.

Weitere Kircheneinbrüche ereigneten sich in Werdohl, dort waren die St. Michaels-Kirche und die Friedenskirche betroffen. Ebenso wurde in der evangelischen Kirche in Plettenberg-Eiringhausen eingebrochen. Hinweise zu den Tätern erbittet die Polizei in Werdohl. ▪ Von David Schröder

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