Mutmaßliches Einbrecherduo vor Gericht

Besonders Margots Silberstübchen wurde gleich mehrfach von Einbrechern heimgesucht. Den Angeklagten wird jedenfalls auch diese Tat vorgeworfen. - Foto: von der Beck/Archiv

NEUENRADE - Die beiden 20-Jährigen, die für eine Einbruchserie in Neuenrader Privathäuser und Geschäftsräume verantwortlich sein sollen, stehen erneut vor Gericht. Da sie nach ihrem vorübergehenden Untertauchen im Dezember in Haft genommen wurden, war ihr gestriges Erscheinen im Amtsgericht Altena gesichert.

Zum Prozessauftakt räumten die Angeklagten lediglich den Besitz von Betäubungsmitteln ein, die bei ihnen sichergestellt wurden. Zu der langen Liste von Einbruchdiebstählen in Neuenrade, die ihnen zur Last gelegt werden, wollten sich die Angeklagten jedoch nicht äußern. Den ersten Versuch, die Einbruchserie aufzuklären, hatte das Schöffengericht in Altena am 28. November 2013 unternommen. Doch zur Fortsetzung der Verhandlung waren die Heranwachsenden nicht erschienen, weshalb nach ihnen gefahndet wurde.

Und dann, nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei waren im Dezember unter anderem die Angeklagten in einem Hotelzimmer in Unna durch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos festgenommen worden. Ferner waren ein 17-Jähriger sowie ein weiterer 20-Jähriger vorläufig festgenommen.

„Relativ gut“, antworteten sie gestern auf die Frage, wie es ihnen in der JVA Iserlohn gehe. Doch dann ging es weniger freundlich weiter: Die Anklageschrift wirft den Beiden Einbrüche am Schütteloher Weg, in Margots Silberstübchen, in die Lotto-Annahmestellen Schulte und Huckschlag sowie in die Postfiliale an der Werdohler Freiheitsstraße vor. Die Einbruchserie begann am 9. September 2012 in einem Privathaus am Schütteloher Weg und endete am 12. Dezember mit einem Einbruch in die Filiale von Elektronikpartner Schröder. Die Täter erbeuteten unter anderem hochwertige Unterhaltungselektronik, Computer, Schmuck, Goldmünzen und einige Rubbelloskalender. Insgesamt soll bei den Einbrüchen ein Schaden von mehr als 50000 Euro entstanden sein. Trotz der rabiaten Vorgehensweise – zumeist schlugen die Täter die Eingangstüren ein – konnten sie nie vor Ort erwischt werden. Die Anklage stützt sich deshalb vor allem darauf, dass Beutestücke aus den Einbrüchen in den Räumlichkeiten der 20-Jährigen gefunden wurden.

Weil die Angeklagten nichts zu den Vorwürfen sagen wollten und noch keine Zeugen geladen waren, vertagte Richter Dirk Reckschmidt die Verhandlung auf den 27. März. Dem Schöffengericht steht dann eine umfangreiche Beweisaufnahme bevor.

- Von Thomas Krumm

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