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Ein weiteres Familienzentrum für Neuenrade

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Von: Peter von der Beck

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Die Kita Hönnezwerge der Sentiris gGmbH im Westen der Stadt. 
Die Kita Hönnezwerge der Sentiris gGmbH im Westen der Stadt.  © von der Beck, Peter

Die Kita Hönnezwerge im Westen der Stadt wird zum Familienzentrum. Das bestätigten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Märkischen Kreises.

Mit dem Titel Familienzentrum ist auch eine Geldzuweisung verbunden. Ab dem Kindergartenjahr 2022/2023 werden Familienzentren zusätzlich mit 20 372 Euro pro Kindergartenjahr gefördert. Ein Betrag, der jährlich „unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kostenentwicklung“ angepasst wird. Das Votum der Ausschussmitglieder erfolgte einstimmig, eine Diskussion gab es nicht.

Zum Hintergrund: Dass es die Förderung gibt, ist einem Beschluss des Landesministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration zu verdanken. Es gab Anfang 2021 einen Erlass. Demnach sollten im Kita-Jahr 2021/2022 150 neue Familienzentren gefördert werden. Die Verteilung der Kontingente erfolgte nach einem Förderschlüssel, bei dem soziale und demografische Kriterien angesetzt wurden. Ziel dabei ist es, möglichst allen Kindern gute Bildungschancen zu ermöglichen. So sollten die Angebote der Familienzentren entsprechend gestaltet sein. Insbesondere für Familien mit Zuwanderungsgeschichte sollte das Angebot leicht zugänglich sein. Auch für Kinder aus einem sozial schwachen Milieu sollte eine unbeschwerte Teilhabe möglich sein.

20 Kontingente für den Märkischen Kreis

So wurde ein Sozialindex erarbeitet. Dabei ging es um den Anteil armer Familien in der entsprechenden Gemeinde, den Anteil der Kinder aus Familien, in denen vorrangig nicht Deutsch gesprochen wird. Auch der Anteil vorhandener Familienzentren in einer Kommune gemessen an der Zahl der jungen Einwohner spielte eine Rolle. Unter dem Strich wurden dem Märkischen Kreis auf Basis des Sozialindex insgesamt 20 Kontingente zur Verfügung gestellt.

Eine Besonderheit gibt es nun bei den Hönnezwergen, der neuen Kita in Neuenrade an der Straße In der Hönne, die von der Sentiris GmbH aus Halver betrieben wird. Hier wurde in Absprache mit dem Land die Erteilung des Kontingents um ein Jahr verschoben, weil Kita-Eröffnung und Zertifizierung nicht ins selbe Kitajahr gefallen sind.

Kontakte „in den Sozialraum“ pflegen

Im Rahmen der Zertifizierung wollen die Verantwortlichen der Kita die Kontakte „in den Sozialraum“ pflegen und das Netzwerk weiter ausbauen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung zum Ausschuss. Die Kindertagesstätte soll „ein Ort für die ganze Familie“ sein, bei dem es ein breit gefächertes Angebot geben wird. Bisherige Ideen reichen von therapeutischen Angeboten bis hin zu diversen Bildungsveranstaltungen zum Thema „Familienleben“. Auch Krabbelgruppen oder Beratungsangebote seien möglich, heißt es in der einstimmig verabschiedeten Verwaltungsvorlage.

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