Leiter berichtet

Ein Jahr Medizinisches Versorgungszentrum: So fällt die Bilanz aus

Der Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums Neuenrade, Michael Beringhoff, freut sich über die guten Zahlen.
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Der Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums Neuenrade, Michael Beringhoff, freut sich über die guten Zahlen.

Michael Beringhoff ist sehr zufrieden. Der Facharzt für Allgemeinmedizin und Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums Neuenrade (MVZ) freut sich über gute Zahlen.

Personell funktioniere alles bestens. Ein bisschen eng gehe es in den Praxisräumen an der Zweiten Straße zu – aber das habe man ja von vorneherein gewusst. Inzwischen arbeite auch Ärztin Mohana Thayapararaya Vollzeit.

Nachdem das MVZ Anfang 2020 den Betrieb aufgenommen hatte, gebe es mittlerweile in allen Belangen eine aufstrebende Tendenz. „Wir haben steigende Umsatzzahlen und steigende Patientenzahlen. Personell können wir das derzeit bewältigen. Im Moment geht es gut“, sagt der ärztliche Leiter erfreut.

Mittelfristig soll ein weiterer Mediziner eingestellt werden

Michael Beringhoff wird aber „mittelfristig noch jemanden einstellen“. Derzeit seien die Patientenzahlen gut, aber wegen Corona eben nicht ganz so hoch. Viele würden den Gang zum Hausarzt eher vermeiden. Dafür sei der Telefonaufwand, Papierkram und E-Mail-Verkehr mehr geworden. Unter dem Strich bezeichnet Beringhoff die Situation des MVZ als „sehr gut“.

Die vorliegenden Zahlen bestätigen Beringhoffs Einschätzung. Gerhard Schumacher und Daniel Wingen, die Vorstände des Versorgungszentrums, äußern sich zudem eindeutig. „Insgesamt hat sich die Wirtschaftslage des MVZ gegenüber der Planung günstiger entwickelt, als erwartet. Das dies – trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch auf Hausarztpraxen – gelungen ist, ist dem Einsatz des Ärztlichen Leiters und seines Teams zu verdanken.“

Zahl der Patienten steigt auf 1587

So stieg die Zahl der Patienten vom zweiten auf das dritte Quartal um 240 auf 1587 Patienten. Die Zahlen entstammen dem Halbjahresbericht, den das MVZ im Rahmen der Verwaltungsratssitzung präsentieren muss. Jetzt erst wird der erste Halbjahresbericht 2020 vorgestellt. Der Grund: Corona und eine Restzahlung der Kassenärztlichen Vereinigung über 21 000 Euro, die erst am 26. Oktober einging und erst dann in die Halbjahresabrechnung Januar bis Juni eingearbeitet werden konnte.

Eine Besonderheit gibt es noch. Die Zuschüsse der Kassenärztlichen Vereinigung pro Ärztin belaufen sich auf 50 000 Euro. Das wird allerdings nicht als Einnahme verbucht, sondern muss betriebswirtschaftlich zunächst als Kredit im Vermögensplan ausgewiesen werden.

Verlust konnte etwa halbiert werden

Dass sich das MVZ finanziell besser entwickelt als geplant, ergibt sich auch aus dem Vergleich der Ist- und der Planwerte. War laut Planung zunächst ein Verlust für das erste Halbjahr in Höhen von rund 21 000 Euro eingeplant worden, so fällt die erwirtschaftete Zahl erfreulicher aus. Die Ist-Werte belaufen sich auf knapp 11 400 Euro. „Damit ist der erwartete Verlust etwa halbiert worden“, heißt es vom Vorstand. Die Kostensituation hatte sich in dem Halbjahr günstiger entwickelt.

Das MVZ wird auch nicht mehr allzu lange am Standort Zweite Straße bleiben. Der Umzug in die neuen Räume Hinterm Wall soll Ende 2021 erfolgen. Dort hat das MVZ knapp 100 Quadratmeter mehr Fläche und ist barrierefrei zugänglich.

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