Echterhages sind „Südwestfalen Manager“

Ruth Orthaus-Echterhage und Jürgen Echterhage (l.) aus Neuenrade wurden „Südwestfalen Manager des Jahres“

NEUENRADE ▪ Ruth Orthaus-Echterhage und Jürgen Echterhage nahmen aus den Händen von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben die Auszeichnung als erste „Südwestfalen Manager des Jahres“ entgegen. „Sie leisten Bedeutendes für die Region und sind in hohem Maße in der Sozial- und Bildungspolitik engagiert“, begründete die zehnköpfige Jury ihre Entscheidung.

Das Ehepaar Echterhage leitet in Neuenrade den Firmenverbund Echterhage Holding GmbH & Co KG (e.Holding Fluid Technology Group). Zu diesem Verbund gehören HABE. Oleotec, VSE, DST, Beinlich Pumpen, Ecoplan und Plakart mit insgesamt 320 Mitarbeitern (26 Auszubildende).

Ehepaar Echterhage

In sechs Ländern befinden sich Niederlassungen, vertreten ist die Holding in 42 Ländern. Acht Erfindungen sind patentiert worden, drei neue Patente kommen in diesem Jahr dazu. Außerdem ist eine Sozialarbeiterstelle für die beiden Neuenrader Grundschule geschaffen worden; mit der Realschule Balve wird eng zusammen gearbeitet. Christa Thoben: „Sie fühlen sich mit der Region verbunden, und zeigen beispielhaften Einsatz.“

Erst im März von der Nominierung erfahren

Erst Ende März wussten die Echterhagens, dass sie nominiert sind. Eine Lehrerin aus ihrer Familien schlug sie beim Wirtschaftsforum Südwestfalen vor. Dort sind 34 Bewerbungen für diese erste Auszeichnung dieser Art eingegangen, drei davon saßen im Kaiserhaus Arnsberg als Nominierte in der ersten Reihe. Dass die Neuenrader den Preis als Wanderpokal, dessen erstes Schild bereits mit ihrem Namen versehen ist, und auch als Erinnerungsstück für sich mit nach Hause nehmen könnten, hätten sie nicht gedacht. „Wir nehmen diese Auszeichnung stellvertretend für die vielen anderen Unternehmen in der Region und stellvertretend für die gesamte Belegschaft, das Assistententeam und die Mitgesellschaften entgegen“, betonte Jürgen Echterhage. Dieser Pokal sei Ansporn für sie, sollte aber auch ein Anreiz für andere sein, sich zu engagieren. Ruth Orthaus-Echterhage: „Diese Idee, einen Südwestfalen Manager zu benennen, ist ein gelungenen Baustein, unserer Region ein Gesicht zu geben.“

Christa Thoben, Hans-Joachim Watzke und Norbert Runde

So wurde es auch in der Diskussionsrunde gefordert. Dirk Glaser, Südwestfalen Agentur, der diese Veranstaltung im voll besetzten Auditorium mit Gästen aus Unternehmen und auch aus der Politik moderierte, suchte mit Christa Thoben als Vertreterin des Landes NRW, Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund GmbH & Co. Kg aA, Hans-Otto-Franz, Geschäftsführer der Carl Bechem GmbH und Norbert Runde, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Arnsberg-Sundern, nach Antworten auf die Frage, was einen guten Unternehmer auszeichne. Schnell waren sich alle einig, dass dieser die Auszubildenden betreuen und begeistern sowie sich mit seiner Region identifizieren müsse. Auf Südwestfalen bezogen, wurde allerdings Handlungsbedarf in der Außendarstellung gesehen, denn Ausbildungs- und Studienplätze seien auch hier attraktiv. Hans-Joachim Watzke: „Wir müssen unsere Vorteile herausstellen und offensiver anpreisen.“ Es könne ohne weiteres Flagge gezeigt werden, meinte Norbert Runde, denn es würde eine Menge geboten.

Preisverleihung im Kaishaus in Arnsberg

Und hierbei sitzen alle Unternehmen mit im Boot. Zwei weitere hatten die Jury so weit überzeugt, dass sie ebenfalls den Sprung bis zu den besten Drei schafften: Petra Pientka, Geschäftsführerin der Gebrüder Nolte GmbH & Co KG (Iserlohn) und Philipp Schack, Geschäftsführer der Tital GmbH in Bestwig.

Bedeutung, Entwicklung und Unternehmenserfolg sind Kriterien

Kriterien für die Beurteilung waren die Bedeutung des Unternehmens für Südwestfalen, die Entwicklung des Unternehmens, die Bedeutung der Person für den Unternehmenserfolg sowie besondere Verdienste des Vorgeschlagenen um Sozialfaktoren.

Titel „Südwestfalen Manager des Jahres 2009“

Dieser symbolische Preis „Südwestfalen Manager des Jahres“ soll demnächst auch in anderen Städten vergeben werden. ▪ Julius Kolossa

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