EAZ: Viele Aktionen des Fördervereins

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Lieselotte Ernst, Vorsitzende, und Alexandra Simons, Kassiererin, bei der Versammlung des EAZ-Fördervereins.

Neuenrade - Lieselotte Ernst bleibt Vorsitzende des Fördervereins des Evangelischen Altenzentrums Neuenrade (EAZ). Sie wurde am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung von 20 Anwesenden ebenso einstimmig für die kommenden drei Jahre im Amt bestätigt.

Ebenso wie die Kassiererin Alexandra Simons und – in Abwesenheit – Beisitzerin Ulla Dickehage.  Zu den Teilnehmern der Hauptversammlung zählte auch Bürgermeister Antonius Wiesemann. Zunächst präsentierte Geschäftsführer Theo Wingen den Jahresbericht. Der Förderverein habe die Umsetzung einiger Investitionen im EAZ möglich gemacht.

So wurde in den vergangenen zwölf Monaten eine Markise installiert, ein Kaffee-Automat aufgestellt, einige Bilder und ein neues Fahrzeug angeschafft. Allein letztere Investition wurde vom Förderverein mit 50 Prozent bezuschusst. Zudem waren 14 Bewohner beim Weihnachtskonzert im Kaisergarten. Kassiererin Simons stellte anschließend den Kassenbericht vor. Sie betonte, dass das Finanzminus des Fördervereins durch einige großzügige Spenden im erträglichen Rahmen blieb. Folglich wurde der Vorstand von den Anwesenden am Montagabend einstimmig entlastet.

Nach den Vorstandswahlen ging die Vorsitzende Lieselotte Ernst auf die geplanten Aktivitäten des Fördervereins ein. Im kommenden Kalenderjahr feiert dieser sein 25-jähriges Bestehen. Zunächst sei für den Spätsommer oder Herbst eine Bewohnerfreizeit angedacht. Dann solle eine Clowns-Visite im Haus stattfinden, bei der professionell ausgebildete Clowns die Bewohner nicht nur unterhalten, sondern auch positive Therapieerfolge bewirken könnten. Des Weiteren solle für den Eingangsbereich ein Fernseher angeschafft werden. Auf diesem Bildschirm könnten Filme oder Fotos aus dem EAZ-Alltag projiziert werden.

 Heimleiterin Petra Wegener erläuterte: „Manche Bewohner können Fotos, die sie in der Hand halten, nicht mehr richtig erkennen.“ Am Sonntag, 23. April, finde außerdem ein Konzert des Gerlingser Musikvereins im Hotel Kaisergarten statt. Der Förderverein ermögliche einigen EAZ-Bewohnern, die an diesem Tage zudem noch einen kleinen Imbiss erhielten, die Teilnahme. Heimleiterin Wegener berichtet dann, dass derzeit 72 von 74 Plätzen im EAZ belegt seien. Allerdings gebe es eine ständige Fluktuation. Allein im Laufe des vergangenen Jahres habe es im EAZ 95 Neuaufnahmen gegeben, wobei einige Bewohner gerade einmal zwei Tage im Hause bleiben und dann versterben, ins Krankenhaus oder zurück zu ihren Angehörigen kämen.

Die Personalplanung sei schwierig. Versterbe beispielsweise ein Bewohner, sei nicht gesichert, dass ein neuer Bewohner den selben Pflegegrad habe. Das könne Auswirkungen auf den Personalschlüssel haben. Eine Über- oder Unterbelegung beim Personal müsse innerhalb von drei Monaten ausgeglichen werden. „Wir können das nicht planen“, stellte die Heimleiterin klar. Aber es sei möglich, über andere Häuser des EAZ-Träger zu einem Ausgleich zu kommen, etwa indem Personal den Standort wechsele. Dann ging Wegener näher auf die neuen Pflegegrade ein, die seit Jahresbeginn gelten und die Pflegestufen ersetzt haben. „Die letzten zehn gestellten Einstufungs-Anträge aus unserem Haus sind vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) immer noch beschieden worden“, sagte sie. Die Heimleiterin prognostizierte, „dass die meisten unserer Bewohner zukünftig den Pflegegraden 3 bis 5 zugeordnet werden“. Positiv sei, dass die Pflegegrade im Vergleich zu den Pflegestufen „weniger Bürokratie“ für die EAZ-Mitarbeiter bedeuteten und zu einer „realistischeren Einschätzung der Bewohner“ führten, da gerade auch deren psychische Verfassung nun mit betrachtet werde.

 Neu sei auch, dass der Eigenanteil der Bewohner an den Unterbringungs- und Versorgungskosten bei allen Pflegegraden gleich sei - und nicht, wie bisher, von Pflegestufe zu Pflegestufe steige. „Bei uns liegt er bei knapp 2.200 Euro pro Bewohner.“

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