Wirtschaft: Optimistenam Werk

Etablierter Unternehmer: Jürgen Echterhage

NEUENRADE ▪ Er führt zusammen mit seiner Frau Ruth die E-Holding, eine große, erfolgreiche Unternehmensgruppe, die rund drei Jahrzehnte am Markt ist. Geschätzte 330 Mitarbeiter beschäftigt er und er ist Optimist: Jürgen Echterhage blickt mit Zuversicht ins nächste Jahr. Rund 1,5 Millionen Euro wird er investieren und am heimischen Standort in Küntrop wird sich viel tun. Die Kapazitäten werden ausgeweitet.

Und Jürgen Echterhage (Südwestfalenmanager des Jahres 2009) wird – wie in jüngster Zeit – auch wieder Leute einstellen und vorzugsweise Fachkräfte. Neue Maschinen, Anlagen und Werkzeuge wird es geben. Jürgen Echterhage formuliert es kurz und knackig: „Die Grundstimmung ist gut, die Auftragslage ist gut“.

Etwaige Misstöne, die Echterhage immer mal wieder zur allgemeinen Wirtschaftslage in diesen Tage hört, die wischt er beiseite. „Ich gehöre nicht zu den Experten, die krampfhaft dunkle Wolken am Horizont sehen“. Hierzulande habe man einfach ein Mentalitätsproblem. Jürgen Echterhage macht eine einfach Rechnung auf: „Wenn alle an das Positive glauben, dann funktioniert das“. Es gehe der deutschen Wirtschaft doch schon seit zwei Jahren wieder gut und das werde auch so bleiben. Natürlich müsse man in guten Zeiten auch für schlechte Zeiten vorsorgen und die Ansprüche reduzieren. Gleichwohl macht sich Echterhage auch Sorgen – mit Blick auf die Dynamik und Mentalität der asiatischen Märkte. Mit diesem System müsse auch Europa konkurrieren.

Das bekommt mittelbar auch Panagiotis Panagiotidis zu spüren. Er ist ebenfalls Unternehmer und hat sich gerade einmal vor neun Monaten selbstständig in der Textilbranche gemacht. Auf der Ersten Straße in Neuenrade führt er die Kinderstube – eine Boutique für Kinderkleidung. Als Inhaber haftet er voll für sein unternehmerisches Handeln. Blickt er zurück, so war das vergangene Jahr in dem schwierigen Umfeld der Ersten Straße und zudem in einer schwierigen Branche nicht einfach – aber mit einem versöhnlichen Schluss zum Jahresende. Denn das Weihnachtsgeschäft verlief sehr gut. Und was seine persönliche Prognose anbelangt, so ist er optimistisch. Es werde sicher aufwärts gehen. Panagiotidis ist lernfähig, geht aktiv auf die Kundschaft zu. So wird er zwar am Konzept „nachhaltige, qualitativ hochwertige Produkte“ anzubieten, nicht rütteln. Gleichwohl wird er allerdings am Sortiment etwas verändern. Von der einen oder anderen Marke wird er sich verabschieden. Er hat Kunden befragt, sein Portfolio analysiert und er wird handeln. „Man muss sich bewegen und auf die Kunden zugehen.“

Klare Sache, dass er auf Facebook präsent ist und künftig auch mehr mit dem Internet machen will. Sein mittelfristiges Ziel ist es, von seinen Geschäften auch leben zu können. Drei bis fünf Jahre Zeit benötige man, um ein neu gegründetes Unternehmen fest am Markt zu etablieren, weiß Panagiotidis. ▪ Von Peter von der Beck

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