E-Bikes für Mitarbeiter und Radtouristen

NEUENRADE ▪ Flott, leise, ohne stinkende Auspuffgase und Geknatter schnurrt man mit bequemen Trampeln den steilen Berg der Heckengasse hinauf. Diesen steilen Anstieg zu meistern ist in etwa so anstrengend wie ein flotter Spaziergang. Das E-Bike macht es möglich. E-Bikes sind Fahrräder mit Elektroantrieb. Von Peter von der Beck

Und drei dieser Fahrräder, sowie eine Ladestation sind nun direkt vor dem Neuenrader Rathaus zu finden, der Standort für eine weitere Station ist noch nicht klar. Gesponsert hat das alles die RWE. Der Energieversorger will damit die Partnerschaft zu den Kommunen stärken. Die Partnerschaft erstrecke sich eben nicht nur auf die simple Versorgung mit Energie, sondern eben auch auf solche Dinge.

Knapp 100 Elektrofahrräder sind derzeit von der RWE und im Beritt der RWE unterwegs, erläuterte Klaus Mußhoff, Kommunalbetreuer bei dem Konzern. Drei der Räder stehen nun eben auch in Neuenrade.

In erster Linie sollen die Räder nun dienstlich von den Mitarbeitern der Neuenrader Stadtverwaltung genutzt werden. Die sollen lieber das Auto stehen lassen und wenn möglich für die Wege in der Stadt eben die neuen Dienstfahrräder nehmen, erläuterte gestern Dierk Rademacher in seiner Eigenschaft als 2. Stellvertretender Bürgermeister.

Doch die E-Bikes sind nicht nur für die Stadtbediensteten da. Sie sollen künftig auch den Neuenradern und Radtouristen zur Verfügung stehen. Rademacher, auch Geschäftsführer des Verkehrsvereins will noch an einem Konzept stricken, will mit Neuenrader Hoteliers Kontakt aufnehmen, ob die denn nicht vielleicht auch Interesse hätten, da mitzuwirken, vielleicht auch eine Ladestation anzubieten, die Räder vielleicht für die Hotelgäste mit zu vermieten. Rademacher verwies hier an die holländische Partnerstadt Dinxperlo, wo an jedem Hotel und jedem Restaurant eine Ladestation zu finden sei. Auch die Stadt könnte die E-Bikes vermieten. Rademacher schwebt hier der marktübliche Preis von 25 Euro pro Tag vor. Die Miete fließe dann in einen Topf, aus dem dann Reparaturen und dergleichen bezahlt würden. Der Erlös, so Rademacher, fließe dann in Absprache mit der RWE dann einen wohltätigen Zweck zu. Dierk Rademacher vom Verkehrsverein hatte schon seit längerem die Angelegenheit mit den E-Bikes im Visier, hatte mit Fahrradhändlern in der Region Kontakt aufgenommen, um auf diesem Wege ein Angebot für Touristen zu schaffen. Da kam ihm die Initiative der RWE, die die sogenannte E-Mobility und die intelligente Nutzung der Netze, die Speichertechnologie fördern will, gerade recht.

Ein E-Bike, wie es vor dem Rathaus steht, kostet auf dem freien Markt etwa 2500 Euro. Die Akkuleistung reicht je nach Fahrweise für bis zu 75 Kilometer. Eine gute Stunde dauert das Aufladen eines nicht ganz leeren Akkus.

Zeit genug für etwaige Touristen, die Fahrradakkus aufzuladen und währenddessen noch eine Runde per Pedes im Städtchen zu drehen.

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