Dunkelschön begeistert Publikum

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Dunkelschön. ▪

NEUENRADE ▪ Die Mittelalterband Dunkelschön spielte mit ihrem Celtic-Medieval-Folk in Neuenrade auf. In der Kirche St. Mariä Heimsuchung intonierten sie eindrucksvolle Weisen aus vergangenen Zeiten.

Wenn man als musikalisch Unkundiger auch mit einigen der Instrumente wenig anfangen kann und die Irish-Bouzouki oder die Nyckelharpa nicht erkennt – so tritt dieses fehlende Wissen doch schnell in den Hintergrund.

Dann nämlich, wenn die siebenköpfige Band auf eben diesen Instrumenten zu spielen beginnt, untermalt vom Gesang und verschiedensten Flötentönen, die Vanessa Istvan zu hören gibt.

Rund zwei Stunden verzauberte das rein akustische Konzert die Besucher der katholischen Kirche. Wenn die hinteren Ränge auch etwas lichter besetzt waren, tat das der Stimmung in der vorderen Kirchenhälfte keinen Abbruch: die bänke wackelten, als das passend gewandete Ensemble zu seinen rockig anmutenden Stücken kam. Hier drehten Schlagzeuger André Straub, Gitarrist Nicolas von Stolzmann und Michael Kaiser, seines Zeichens Harfespieler, Drehleierer und Schlagwerkspieler, voll auf. „Die Mischung machts“, ist sich ein Besucher zu recht sicher: Denn auch Monika Klüpfels virtuose Fähigkeiten am Cello klingen bemerkenswert – ob sie nun alleine spielt oder von Bernie Norn auf der Gitarre begleitet wird. Letzter im Bunde ist Christian Wittkopf, der „Schelm des Rhythmus“, verantwortlich für das Spielen von Trommelburg, Cajon und Davul.

Wer sich auf die klingende, witzige und charmante Zeitreise einließ, für den war das Mittelalter ganz nah. Dunkelschön haben all ihre Stücke selbst geschrieben – und auf nunmehr fünf Alben festgehalten. Den Leute gefällt das, wie unschwer an den Neuenrader Reaktionen zu erkennen war: Langanhaltender Applaus und lautstarke Rufe nach einer Zugabe. Der Erlös des vom Forum Neuenrade initiierten Konzertes fließt zu gleichen Teilen in die Schatulle der Gemeinde und kommt dem Kirchenanstrich-Topf und dem Kulturverein zugute. ▪ anke

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