Für den Einsatz im Corona-Testzentrum Am Stadtgarten

DRK-Ortsverein erhält den Bürgerpreis 2021

Mitarbeiter des DRK-Corona-Testzentrums
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Das Team des DRK-Ortsvereins Neuenrade ist mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet worden.

Der Neuenrader Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist am Sonntag im Kaisergarten mit dem Bürgerpreis 2021 ausgezeichnet worden.

Aufgrund des Engagements der DRK-Mitglieder rund um das Corona-Testzentrum war diese Entscheidung gefallen. Der Covid19-Lage geschuldet war überdies, dass nur geladene Gäste zur Verleihung zugelassen waren. Im Rahmen dieser Sonderratssitzung wurden auch ausgeschiedene Ratsmitglieder verabschiedet.

Sondersitzung des Rates

„Die Pandemie gibt dem Tag der Deutschen Einheit noch einmal einen neuen Sinn“, sagte Bürgermeister Antonius Wiesemann zur Begrüßung im großen Saal. „Nie hätten wir die Corona-Krise überstanden, wenn wir keine Einheit gewesen wären“, betonte das Stadtoberhaupt.

Wiesemann führte weiter aus: „Seit dem 2. Weltkrieg hat es solch eine schwere Zeit nicht mehr gegeben.“ Seine Schlussfolgerung zum 3. Oktober lautete: „Wir sollten uns freuen, dass die Spaltung Deutschlands überwunden ist.“ In Bezug auf die Gegenwart fügte er hinzu: „Sinnvolle Politik sollte nie wieder zu einer Spaltung führen.“

Einheit bei der Flutkatastrophe

Eine Einheit innerhalb der Bevölkerung habe sich kürzlich erst wieder bei der Flutkatastrophe Mitte Juli gezeigt. Viele Menschen seien über sich hinaus gewachsen. Die Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit, urteilte Wiesemann, sei berührend gewesen. Seinen Zuhörern wünschte der Bürgermeister noch „Durchhaltevermögen und Lebensfreude“.

Als der Erste Bürger der Stadt zu den diesjährigen Bürgerpreisträgern kam, erinnerte er an die Eröffnung des Corona-Testzentrums am 22. März des Jahres. An die Mitglieder des DRK-Ortsvereins gerichtet sagte er: „Sie setzen sich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit selbst einen Infektionsrisiko aus.“

Test-Team nimmt ein erhebliches Risiko auf sich

Rotkreuzleiterin Maria Brockhagen erklärte in ihrer Dankesrede: „Wir haben die Leitung des Testzentrums völlig unbedarft zugesagt.“ Anfang sei dem Team nicht klar gewesen, wie groß die Resonanz auf ein derartiges Angebot sein werde. Sie dankte aber allen Testwilligen, die zumeist bei etwaigen Wartezeiten geduldig geblieben seien. Abschließend betonte Brockhagen, dass Ehrenamt keine unbezahlte Arbeit sei, sondern vielmehr eine unbezahlbare.

Ehemalige Ratsmitglieder in würdigem Rahmen verabschiedet

Zum Ende der Sonderratssitzung verabschiedete Bürgermeister Wiesemann die Ratsmitglieder, die nach der jüngsten Kommunalwahl nicht mehr dem Rat angehören. Das sei aufgrund der Corona-Pandemie nicht früher „in einem würdigen Rahmen wie dem heutigen“ möglich gewesen, erläuterte er.

Das Stadtoberhaupt erwähnte die nicht anwesenden früheren Rats- und Ausschussmitglieder, wobei er die früheren Ortsvorsteher Josef Hochstein und Andreas Wiesemann (beide CDU) hervor hob. Auch auf Rüdiger Schmitt (CDU) ging er näher ein, da dieser jüngst verstorben ist.

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