Drei Fälle in einer Woche: Vandalen wüten in Neuenrade

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Rausgerissen und umgeworfen haben Vandalen das Kunstwerk an der Kirchgasse.

Neuenrade – Ob Kirche, Kunst von Kindern oder Bushäuschen: Vandalen machen derzeit in Neuenrade vor nichts Halt.

Als erstes traf es einen „Gassenwächter“. Die Holzstelen, die Kinder und Jugendliche gestaltet hatten, standen keinen Tag, bevor Unbekannte die Skulptur mit dem Namen „Sonnenwächter“ an der Kirchgasse in der Nacht zu Mittwoch aus der Verankerung rissen und umwarfen. 

„Wir sind entsetzt, wer macht denn sowas?“, fragt sich Irmhild Hartstein, die die Gassenwächter mit den Jugendlichen in der Kunstwerkstatt angefertigt hatte. „Macht zerstören wirklich Spaß?“ 

Es sollen fünf Jugendliche beobachtet worden sein, die sich am Kunstwerk an der Kirchgasse zu schaffen machten. Nun wurde eine Belohnung von 200 Euro ausgesetzt. Wer Hinweise geben kann, soll sich per E-Mail an mail@kunstwerkstatt-neuenrade.de oder unter 0151/11 24 27 34 melden.  Dieser Fall ist der Polizei bislang nicht bekannt. 

Fenster mit Steinen eingeworfen

Anders ist es mit der Sachbeschädigung, die die katholische Kirchengemeinde St. Maria Heimsuchung zu beklagen hat. Dort warfen Unbekannte in der Nacht von Freitagabend, 23.30 Uhr, bis Samstagmorgen, 8.45 Uhr, mit Steinen zwei Fenster der L-Halle am Philipp-Neri-Haus ein, in der sich Lagerräume befinden. 

Nicht das erste Mal, wie die Verwaltungsleiterin der Pfarrei, Klaudia Grobel, berichtet. Schon mehrfach seien dort Fenster eingeworfen worden. „Das ist immer ein großes Ärgernis“, betont sie. „Vandalismus an sich ist einfach sinnlos.“ Die Kirche erstattete Anzeige bei der Polizei. 

Zwei Personen beobachtet

Eine Zeugin habe am Freitag gegen Mitternacht zwei Personen auf dem Parkplatz in Tatortnähe gesehen, berichtet die Kreispolizeibehörde. Doch um wen es sich dabei handelte, ist unklar.

Ebenso wird nach den Tätern gesucht, die fünf Scheiben des Bushäuschens an der B 229 auf Höhe der Einmündnung Rote Mütze warfen. Beamte entdeckten die zerbrochenen Scheiben bei einer Streifenfahrt am Montag um 3.55 Uhr. Der Schaden, der der Stadt Neuenrade entsteht, liegt bei 2000 Euro.

Ob es sich bei den Tätern in allen drei Fällen um dieselben handelt, ist völlig unklar.

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