Drahtwerke Elisental: So viele Azubis wie noch nie

+
Gruppenfoto mit Ausbildern: Im Elisental-Werk in Neuenrade sind 18 Auszubildende beschäftigt.

Neuenrade - Die große Runde junger Leute dürfte den Altersdurchschnitt der Drahtwerke Elisental ziemlich senken: Zählt man angehende Azubis und schon beschäftigte Azubis zusammen, sind es aktuell 18 junge Leute, die bei den Drahtwerken beschäftigt sind.

Drei befinden sich zudem in der Prüfungsphase. „So viele Auszubildende hatten wir noch nie,“ sagt Prokurist Christof Bergmann. 

Damit bilden die Drahtwerke Elisental weit über Bedarf aus. Bergmann sprach – bezogen auf Drahtzieher – vom aktuell „Dreifachen des normalen Ausbildungsbudgets“. Drei kaufmännische Auszubildende, neun angehende Fachkräfte für Metalltechnik (Drahtzieher), zwei Werkstoffprüfer, zwei Industriemechaniker, ein Fachlagerist und ein Elektroniker für Betriebstechnik lernen bei den Drahtwerken im Rahmen des dualen Ausbildungssystems. Das Neuenrader Unternehmen hat den Ruf, dass es sich gut um seine Mitarbeiter kümmert. 

Ausgezeichneter Betrieb

Es gibt einen Gesundheitstag und die Drahtwerke schmücken sich zum dritten Mal mit der Plakette „ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“. Das Gütesiegel basiert auf den Ergebnissen einer anonymen Befragung aller Azubis, die im Unternehmen ausgebildet werden. Auch die Ausbildungskennzahlen fließen in diese Bewertung ein. Das Siegel steht für ein hohes Engagement des Ausbildungsbetriebes für seine Schützlinge und für eine große Zufriedenheit der Azubis. 

Um sich den fachlichen Nachwuchs zu sichern, setzen die Drahtwerke viele Hebel in Bewegung, damit junge Menschen auf die beruflichen Möglichkeiten im Unternehmen aufmerksam werden. Bei den Ausbildungsmessen in Plettenberg, Iserlohn/Hemer und Werdohl ist das Unternehmen präsent. Zudem gibt es, darauf wies Azubi Lisa Dunker hin, einen speziellen Tag der Ausbildung. Der wird von den aktuellen Azubis vorbereitet und findet in diesem Jahr im Oktober statt. 

Azubis in einer guten Position

Denn der Arbeitsmarkt sieht für Auszubildende bekanntlich gut aus. Unternehmen müssen sich um ihren Nachwuchs bemühen. Wer einen Ausbildungsbetrieb sucht, hat es einfacher als zu früheren Zeiten. Einst mussten Azubis Dutzende von Bewerbungen schreiben, bis sie überhaupt mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden. Da sind selbst die 20 Bewerbungen, die Niklas Schauerte schreiben musste, bis er den Ausbildungsplatz als Lagerist bei den Drahtwerken bekam, nicht der Rede wert. 

Angelina Schulze hat sogar nur zwei Bewerbungen geschrieben, bis sie den Ausbildungsplatz zur Werkstoffprüferin bei dem Neuenrader Unternehmen bekam. „Ich hatte mich von der Arbeitsagentur ausführlich beraten lassen“, erzählt die junge Frau. Sie hatte ein paar Berufe im Visier und ist letztlich auf das Angebot der Drahtwerke gestoßen. Ein weiterer Azubi ist über ein Praktikum zu den Walzwerken gekommen. Eine Methode, die sicher für beide Seiten von Vorteil ist. 

Kontakt auf Ausbildungsmessen

Andere sind über die Ausbildungsmessen auf Elisental aufmerksam geworden. So arbeiten eine junge Plettenbergerin und ein junger Iserlohner nach einem Erstkontakt am Messestand künftig als Azubi bei den Drahtwerken. 

Der Großteil kommt allerdings aus Neuenrade oder Werdohl. Die Altersspannweite der Auszubildenden reicht von 16 bis hin zu 25 Jahren. Die Ausbildungsdauer variiert zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Weiterqualifizierungen nach der Ausbildung sind möglich. So berichtete Prokurist Christof Bergmann, dass das zum Beispiel bei Drahtziehern möglich sei. 

Übernahme: Keine Garantie

Was Prokurist Christof Bergmann allerdings nicht tat, war eine Übernahmegarantie für die vielen Auszubildenden abzugeben. Er wolle sich dabei nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. In Richtung der Fachkräfte für Metalltechnik (Drahtzieher) riet er, „von Anfang an Gas zu geben“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare