Drahtwerk Elisental und Hönnequell-Schule kooperieren

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Holger Bieda und Daniel Wingen besiegeln den Kooperationsvertrag.

Neuenrade - Die Hönnequel-Schule kooperiert künftig mit dem Drahtwerk Elisental. Am Donnerstag unterschrieb die Schulleitung und Elisental-Geschäftsführer Daniel Wingen den Vertrag in den Räumen des Drahtwerkes.

 Die ursprüngliche Idee und Initiative ging dabei von Werksstudent (Wirtschaftsingenieurwesen) Dennis Böhm aus, der gemeinsam mit Christof Bergmann, Leitung Finanzen und Personal, auch vor dem Hintergrund der anstehenden Azubi-Börsen und der Nachwuchskräftesicherung die Idee dann weiter entwickelt hatte. So hieß es gestern vonseiten der Drahtwerkführungsmannschaft, dass ein aktives Bemühen um potenzielle Nachwuchskräfte in diesen Zeiten vonnöten sei.

Bei der Hönnequell-Schule habe man gar nicht lange überlegen müssen, schließlich würden beide Seiten vom Kooperationsvertrag profitieren, sagte Jörg Leiß von der Schulleitung. Auch Dierk Rademacher, Hauptamtsleiter der Stadt, freute sich über die Kooperation und betonte, dass schon Wingen-Senior Wert auf einen engen Kontakt mit der Schule gelegt habe und in der Gründungsphase der Verwaltung in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des örtlichen Arbeitgeberverbandes den Rücken gestärkt hätte.

Bürgermeister Wiesemann schlug noch den Bogen zur Jugendarbeit der Stadt, freute sich über die Vernetzung von Industrie und Schule. So eine Kooperation sei zudem etwas ganz Besonderes für ihn. Ziel sei es doch, die Schüler als Bürger in Neuenrade zu halten. Geschäftsführer Daniel Wingen betonte, dass die Schule ja auch ein Standortfaktor sei. Eine weiterführende Schule vor Ort – das sei ein Pfund. Und da müsse man sich kümmern.

Wie die Kooperation im Detail ausgestaltet sein wird, ist noch nicht klar. Betriebsbesichtigungen, natürlich Praktika, Bewerbungstraining für Schüler auch Projekte sind denkbar. Auch, dass Elisental eine Technik AG anbiete, sei eine Möglichkeit, hieß es von Unternehmensseite. Da technische Berufe bei den Schülern auf der Prioritätenliste nicht ganz oben stünden, seien derartige Ideen hilfreich, denn oft fehle es nur an einer Initialzündung, um Interesse zu wecken. Mit dem Kooperationsvertrag seien die Grundlagen geschaffen, hieß von der Schule.

Die Drahtwerke haben Bedarf an Drahtziehern. Und gerade bei den Berufsorientierungsmessen habe man festgestellt, dass das Berufsbild Drahtzieher gar nicht so bekannt sei, betonte Torsten Langer von den Drahtwerken. Und Prokurist Fred Wissenbach sagte, dass man immer Interesse wecken müsse. Daniel Wingen ergänzte auf Nachfrage zudem, dass der Verdienst in technischen Berufen auch mehr als ordentlich sei, zudem bestehe die Möglichkeit, sich zum Techniker weiterzubilden.

Das Drahtwerk Elisental scheint jedenfalls ein guter Ausbildungsbetrieb zu sein: So bietet man Werksunterricht an und versucht die Berufsschule zu unterstützen, zudem achte man darauf, dass die Azubis auch über den Tellerrand schauten und auch wüssten, was ein Kaufmann mache und umgekehrt. Zudem gibt es kleinere Aufgaben und Projekte „um Eigenverantwortung und Teambildung zu stärken“. Nicht von ungefähr ist Elisental also zum wiederholten Mal „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“.

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