Drahtwerk Elisental: Gesamtschaden im siebenstelligen Bereich

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Diese für die Teebeuteldrahtproduktion wichtige Maschine geriet in Brand.

Neuenrade - „Das Krisenmanagement hat unwahrscheinlich gut funktioniert“, sagt Theo Wingen, Geschäftsführer der Drahtwerke Elisental. Fast rund um die Uhr habe man am Wochenende zusammen gesessen, um durch Umstrukturierungen und Umorganisieren den Ausfall der wichtigen Anlage zu kompensieren.

 Bei dem Brand am Wochenende war jene Anlage in einem Nebengebäude zerstört worden, die für 50 Prozent der Teebeuteldraht-Fertigung benötigt wird. Theo Wingen sagt dennoch: „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“. Dabei schätzt er den Schaden auf eine siebenstellige Größenordnung. Nicht nur die zerstörte Anlage gehört dabei zu dem Schaden, auch die Kosten für die Mehrarbeit am Wochenende, die Brandsanierung und das unbrauchbar gewordene Material zählen dazu.

So wird der Teebeuteldraht eben im Lebensmittelbereich verwendet – und die durch den Brand entstandenen Anhaftungen hätten das Material unbrauchbar gemacht, erläutert gestern Theo Wingen. So wird das Unternehmen Wochenendarbeit beantragen und sogar mit externer Unterstützung durch den Wettbewerb die Produktion dieses Produktes auf dem notwendigen Niveau halten. Die Mitarbeiter seien motiviert, freut sich der Geschäftsführer.

Bereits am Mittwoch, so schätzt Wingen, werde die Fertigung in der betroffenen Gebäudeetage wieder aufgenommen. Bis eine Ersatzmaschine kommt, wird es allerdings noch dauern. Die Lieferzeit betrage zwischen neun und zwölf Monate.

 Unberührt davon läuft die Basisfertigung für den Teebeuteldraht. Und die übrige Produktion läuft natürlich auch weiter.

Bei Elisental werden rund 50 verschiedene Aluminiumqualitäten im Abmessungsbereich von 0,30 bis 20 Millimeter gefertigt. Der Draht wird für Befestigungselemente, für Präzisionsteile für alle möglichen Bearbeiungsbereiche eingesetzt. Entsprechend vielfältig ist auch das Einsatzspektrum und reicht von der Medizintechnik über die Autoindustrie bis hin zur Verpackungsindustrie.

Bleibt noch der Hinweis auf die Brandsanierer: Bereits drei Stunden nach Abrücken der Feuerwehr sei ein Team von bis zu 30 Mitarbeitern der Brandsanierungsfirma angerückt – und auch jetzt noch haben die Sanierer reichlich zu tun.

 Die Brandursache ist geklärt: Die Polizei, in solchen Fällen immer involviert, geht von einem technischen Defekt aus.

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