Buntes Drachenfest auf dem Küntroper Flugplatz

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Der LSV Sauerland empfing am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher aus Nah und Fern zum mittlerweile 23. Drachenfest auf dem Küntroper Flugplatz.

Küntrop - Hoch über dem Flugplatz in Küntrop war der sonnig-blaue Himmel am Samstag und Sonntag über und über mit bunten Flugobjekten gespickt. Das Drachenfest des LSV Sauerland feierte am vergangenen Wochenende bereits seine 23. Auflage.

Nicht nur für die vielen Besucher war das Fest ein Erlebnis, sondern auch für versierte Drachenpiloten. Zahlreich reisten sie aus der gesamten Bundesrepublik und sogar aus den Niederlanden an, um ihre kunstvoll geschneiderten Drachen gen Himmel fahren zu lassen. 

Auch Ronja und Henry Johns von der Drachenschmiede Hamburg-Ottensen gehören zu diesen erfahrenen Hobbyfliegern. Seit etwa acht Jahren kämen sie nun schon aus dem Norden Deutschlands ins Sauerland. Und das aus gutem Grund: „Neuenrade ist immer sehr schön“, sagt Ronja Johns und verweist damit auf die Familienfreundlichkeit des Festes. Eine Tatsache, die auch ihr Mann Henry lobend hervorhebt. „Es kommen viele Kinder“, stellt er fest. 

Vor allem die jüngeren Besucher hatten sichtlich Spaß daran, ihre bunten Drachen in den Himmel steigen zu lassen.

Besonders gespannt ist Johns auf die Drachenkunstwerke der Kiku, die bei dem Fest gezeigt werden sollen. 2011 habe er einen Drachen der Kunstwerkstatt ersteigert, ihn zu Hause gerahmt und in Groß nachgebaut, erklärt der Hamburger. Man merkt schnell: Die Johns genießen das Drachenfest. 
 
Die Bedingungen waren am Wochenende auch nahezu perfekt. Die Sonne schien und die Stimmung war ausgelassen. Einziges Manko: der Wind. Ist am Boden noch eine leichte Brise zu verspüren, weht es in den höheren Luftschichten kaum. „Entweder es gibt Wind und Regen oder keinen Wind und Sonne“, meint Ronja Johns. Doch mit Ziehen, Anschwung und etwas körperlichem Einsatz erheben sich die teils fantasievoll gestaltete Flugobjekte in den Himmel. Zeitweise schweben sogar ein riesiger Rochen und ein Drache über den Köpfen der begeisterten Besucher. 

An der bis zu 400 Meter langen Leine werden die Fluggeräte in die Höhe geschickt. Die gesamte Leine werde jedoch nicht abgespult. Eine Flughöhe von 200 Metern sei nach Auskunft eines Drachenpiloten in Deutschland maximal erlaubt. Doch auch am Boden konnten sich die Besucher des Drachenfestes bestens beschäftigen. Für die kleinen Flieger-Asse waren eine Raupenbahn und eine Hüpfburg aufgebaut. Außerdem wurden die Gesichter beim Kinderschminken ebenso bunt gemalt wie die Drachen am Himmel. 

Drachenfest auf dem Küntroper Flugplatz

Cockpit-Luft ließ sich in einem Segelflugzeug schnuppern und der eine oder andere kleine und große Gast ergriff die Gelegenheit, in den Pilotensitz zu steigen. Für die hungrigen Mägen gab es neben Reibekuchen, Bratwurst, Pommes und Erbsensuppe auch Kaffee und Kuchen. 

Eines war jedoch sehr schnell klar: Die Veranstaltung hat sich über die Jahre einen festen Stamm von Gästen erarbeitet. Viele kommen schon zum wiederholten Mal auf den Küntroper Flugplatz. „Einfach fantastisch“, kommentierten zwei Besucher aus Lüdenscheid das Geschehen. Und auch einige Neuenrader bestätigten das Bild. „Immer schön und vor allen Dingen erholsam.“

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