Rauten und Riesen am Küntroper Himmel

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Windmühlen, die Seifenblasen über das Flugfeld pusteten, waren nur ein kleiner Teil des 25. Drachen- und Familienfestes, das am Wochenende auf dem Flugplatz in Küntrop gefeiert wurde.

Küntrop - Bis zu 5000 Besucher haben am Wochenende bei sonnigem Herbstwetter das Familien- und Drachenfest besucht, das bereits seit 25 Jahren auf dem Flugplatz in Küntrop stattfindet. Für die treuen Helfer wurde aus diesem Grund am Samstagabend eine Party organisiert.

Seit einem Vierteljahrhundert stellt der Luftsportverein Sauerland das Drachen- und Familienfest auf die Beine. Die vielen Attraktionen für die kleinen Besucher, darunter die Hüpfburg, das Karussell oder ein Schmink-Zelt, kamen gut an. „Ich freue mich besonders darüber, dass wir all dies kostenlos anbieten können. Die Kinder können Karussell fahren, bis ihnen schwindelig wird“, unterstrich der 1. Vorsitzende Joachim Kneer.

„An diesem Wochenende gehört das Flugfeld den Familien mit ihren Kindern“, ergänzte seine Tochter Marie Kneer, Jugendleiterin des Vereins.

Darüber hinaus waren aber auch jene da, die sich immer bei einem Drachenfestival treffen, darunter auch Tanja Josten aus Moers. Sie war mit zwei vollen Taschen flugfähigen Materials angereist und probierte das erste Mal einen selbst gebauten Drachen in einem Design von Willi Koch aus. Er bestach nicht nur durch ein spezielles Flechtsystem, sondern auch durch ein ovales Motiv, das einen Leuchtturm zeigte. „Drachenfeste sind immer eine tolle Möglichkeit, neue Ideen zu sammeln und Kollegen zu fragen, wenn der eine oder andere Drache mal repariert werden muss“, so Josten. Denn eines sei auch klar: Wegwerfen komme nicht in Frage. Jeder Drache, der in den vergangenen 20 Jahren hinzugekommen sei, werde repariert.

Drachen- und Familienfest auf dem Flugplatz Küntrop

Mit Rainer Hatje hat das Drachen- und Familienfest ebenfalls einen treuen Besucher: „Wenn Neuenrade ruft, sind wir da!“, betonte der Hamburger, der mit einem vollen Anhänger angereist ist. Darunter befand sich auch ein 46-Quadratmeter großer Gespenster-Drache, der aber zumindest am Samstag wegen des ausbleibenden Windes in den höheren Luftschichten nicht aufsteigen konnte.

Die uneingeschränkte Liebe zu seinem Hobby lässt sich bei Rainer Hatje auch am Kilometerstand seines Wohnmobils ablesen: mehr als 3000 Kilometer hat er allein im vergangenen Monat zurückgelegt.

Wenn es darum geht, den Charakter des Festes zu beschreiben, fielen die Stichworte „klein, gemütlich und familiär“. In den vergangenen Jahren seien zudem feste Freundschaften zu einzelnen Vereinsmitgliedern entstanden.

Viele verschiedene Drachen-Typen waren am Wochenende zu bestaunen. Klaus Kosche hatte Windmühlen dabei, die Seifenblasen über das Flugfeld pusteten. Überhaupt konnte der aus Dinslaken angereiste Drachen-Freund aus mehr als 120 Exemplaren wählen und damit jeden Windbereich, von schwach bis stürmisch, abdecken.

Neben Schleier-Deltas gab es auch noch Drachen in Rautenform oder aber eine fliegende Riesen-Kugel, die aus 32 Segmenten zusammengenäht war.

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