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Dorfplatz-Erneuerung läuft: Blintrop bekommt ein Schmuckstück

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Von: Peter von der Beck

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Diplom-Ingenieur Martin Reil im Gespräch Hetem Baliu und Thomas Prior, Facharbeiter der Firma Ossenberg. Für die Fundamente der Spielgeräte wurden schon Gruben ausgehoben.
Diplom-Ingenieur Martin Reil im Gespräch Hetem Baliu und Thomas Prior, Facharbeiter der Firma Ossenberg. Für die Fundamente der Spielgeräte wurden schon Gruben ausgehoben. © Peter von der Beck

Noch in diesem Jahr werden die Blintroper erleben, wie ihr neuer Dorfplatz fertiggestellt wird. Derzeit laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren, die Tiefbauarbeiten durch die Firma Ossenberg machen gute Fortschritte. Ein Überblick.

Neuenrade – Die Fundamente der Spielgeräte im rückwärtigen Bereich sind schon angelegt. Die Unterflurcontainer (Flaschencontainer) im vorderen Bereich sind schon im Boden eingelassen. Noch lässt sich nicht viel erkennen, denn der Platz ist mit allerlei Baugeräten zugestellt. Martin Reil, Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Landschaftsarchitektur, bespricht mit den Ossenbergschen Bau-Fachkräften Hetem Baliu und Thomas Prior regelmäßig Details der Baustelle.

Der Dorfplatz, der einen dreieckigen Grundriss hat, öffnet sich optisch zur Borketalstraße. Finger Bauplan, mit Diplom-Ingenieur Reil, hat das Konzept landschaftsarchitektonisch erarbeitet. Jetzt wird das Ganze umgesetzt. Finger Bauplan begleitet das Projekt planerisch. Ausgeführt wird es von der Baufirma Ossenberg AST.

Ausgestattet sein wird der neue Dorfplatz demnach unter anderem so, dass er generationenübergreifend nutzbar sein wird. Der Platz wird viele Funktionen in sich vereinen.

Die Liste der Geräte und Annehmlichkeiten kann sich sehen lassen: Slackline-Parcours, Sitzgelegenheiten durch Robinienstämme und Liegebank. So wird es Spielgeräte für Kinder geben: Ein Trampolin und allerlei Gerätschaften, mit denen die Kinder die Borke mit in ihr Spiel integrieren können. Das Bachwasser kann mit Hilfe einer Schwengelpumpe und einer Schraube gefördert werden und über eine dreizeilige Rinne wieder abließen.

Ein Schacht als Wasserreservoire wird ebenfalls angelegt. Bruchsteine im Uferbereich ermöglichen zudem einen Zugang zum Bach. Gleich in der Nähe werden noch Fitnessgeräte aufgestellt, welche auch Erwachsene nutzen können. Gleich daneben soll noch ein neuer Baum gepflanzt werden, um den eine Rundbank drapiert wird.

Dann kommt ein durch Basementstein halbkreisförmig abgesetzter Bereich. Innerhalb dieses großen Halbkreises befinden sich ein Pavillon und vier aus Gabionen bestehende Sitzgelegenheiten mit Holzauflagen. Der Pavillion ist überdacht und hat 6,50 Meter im Durchmesser. Die Fläche besteht aus einer „wassergebundenen Wegedecke“ – fester Schotter, welcher häufig in Stadtparks genutzt wird und der den Boden nicht versiegelt.

Ein barrierefreies Bushäuschen wird entstehen, vier Parkplätze – davon eventuell einer mit Ladestation. Auch für vier Fahrräder besteht eine Abstellmöglichkeit neben der barrierefreien Bushaltestelle, hier ist eine Ladestation fest vorgesehen.

Wie Diplomingenieur Reil erläuterte wird auf dem Platz auch eine entsprechende Medien-Versorgung eingerichtet – Strom- und Wasseranschluss. Damit sind bei Bedarf auch Veranstaltungen möglich. Auch wird ein Bereich gepflastert, der Gehweg besteht aus Asphalt.

Wie Reil erläuterte werden die Pflasterungen wohl im November erledigt sein; die nötigen Pflanzungen würden – entsprechende Witterung vorausgesetzt – wohl zum Ende des Jahres vorgenommen. Martin Reil sagte: „Der Dorfplatz ist auch Ergebnis der Bürgerbeteiligung.“ Es habe einige Sitzungen gegeben.

Rund 250 000 Euro kostet der Dorfplatz (bislang), Planungskosten kommen hinzu. Der Großteil wird refinanziert über das Dorferneuerungsprogramm.

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