Hoffnung auf Fördermittel

Dorfcafé soll neuer Mittelpunkt in Küntrop werden

Im linken Trakt der Schützenhalle Küntrop soll das Café für die Dorfgemeinschaft hergerichtet werden.
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Im linken Trakt der Schützenhalle Küntrop soll das Café für die Dorfgemeinschaft hergerichtet werden.

Sozusagen auf den letzten Drücker beantragt die Stadt Neuenrade im Rahmen des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (Ikek) noch Mittel für ein Küntroper Dorfcafé in der Schützenhalle. Das Café soll der gesamten Dorfgemeinschaft dienen.

Ursprünglich hatte der Rat bereits im Sommer 2020 die im Ikek-Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes zu beantragenden Maßnahmen beschlossen (wir berichteten). Doch aus den Reihen der Dorfgemeinschaft Küntrop kam noch der Wunsch, auch für den Umbau des Versammlungsraumes in der Schützenhalle Mittel zu beantragen.

Kosten von mehr als 200.000 Euro

Der Neuenrader Architekt Roland Kuhlmann wurde beauftragt, eine Kostenschätzung zu erstellen. Kuhlmann kommt auf einen Betrag von rund 210 000 Euro. Die Förderquote würde 65 Prozent betragen, bliebe für die Stadt Neuenrade ein Eigenanteil in Höhe von knapp 74 000 Euro.

Für die Antragstellung muss ein Ratsbeschluss her, denn der Eigenanteil muss verbindlich im nächsten Haushalt eingestellt sein. Dieser Beschluss soll in der nächsten Sitzung am 20. Januar erfolgen. Auch muss eine Priorisierung vorgenommen werden. Das bedeutet, dass der Antrag die Stufe 2 erhält. Vorrang behält der Dorfplatz Blintrop. Alle anderen Dinge des Dorferneuerungsprogramms im Rahmen von Ikek sind Konzepte – Schulwegkonzept, Barriereatlas, Spielplatzkonzept – sie würden, wenn der Rat zustimmt, in der Priorisierung nach hinten rutschen.

Es soll etwas Greifbares entstehen

Das Dorfcafé habe man nun „dazwischen geschoben“, denn damit würde etwas Greifbares entstehen, sagt Richard Schwartpaul, der sich in der Neuenrader Bauverwaltung um diese Förderanträge kümmert. Bei der Vergabe der Fördermittel werde eben nicht alles berücksichtigt. Im Rahmen der Dorferneuerung in der Regel nur ein Projekt pro Jahr.

Natürlich sind die Küntroper Schützen mit involviert. Patrick Bexten, Geschäftsführer des Schützenvereins St. Sebastian, erläutert das Vorhaben. Demnach soll das Dorfcafé kulturell-gesellschaftlicher Mittelpunkt in Küntrop werden. „Alle Vereine und Gruppen sollen dort ihr Zuhause finden“, sagt Bexten.

Viele Ideen, um das Projekt mit Leben zu füllen

Es gebe zudem viele Ideen, wie das ganze Projekt mit Leben gefüllt werden könnte. Das werde noch im Detail besprochen. Zudem müsse die Schützengemeinschaft ja noch zustimmen. Die Räume, die in Vor-Corona-Zeiten regelmäßig von verschiedenen Gruppierungen als Versammlungsort genutzt wurden, sollen renoviert und umgebaut werden. Unter anderem sollen neue Schränke und eine neue Beleuchtung her. Dass die Fördermittel fließen, ist nicht unbedingt sicher. Bexten: „Jetzt heißt es Daumen drücken.“

Zuvor muss der Stadtrat allerdings noch dem Vorhaben zustimmen. Die Sitzung ist am Mittwoch, 20. Januar, im Kaisergarten. Beginn ist um 17 Uhr.

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