CDU trifft sich mit Vereinen

Dorf-App und Förderverein mögliche Projekte für Affeln

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Zum Gespräch an der SGV-Hütte hatte die CDU Affeln die Bewohner des Dorfes für diese Woche eingeladen.

Affeln – „Wir wollen Transparenz schaffen, und wir möchten wissen. Was brauchen wir hier im Dorf?“, erklärte Alexander Bender in dieser Woche seinen Zuhörern an der SGV-Hütte.

Dort hatten sich einige Mitglieder der SGV-Abteilung Affeln getroffen. Sie waren der Einladung von Stefan Kemper, dem Nachfolge-Kandidaten des scheidenden Ortsvorstehers Josef Hochstein (CDU), und Alexander Bender gefolgt. Letzter kandidiert quasi im Duo mit Kemper, als dessen Stellvertreter und Unterstützer. 

Gemeinsam haben Kemper und Bender jetzt die „Woche der Vereine“ in Affeln organisiert. In diesem Rahmen statteten sie jedem Verein im Dorf einen Besuch ab – auch, um über Visionen und neuen Ideen für das Dorf zu sprechen. 

Bestandsaufnahme: "Die Vereine funktionieren sehr gut"

Stefan Kemper konnte an der SGV-Hütte allerdings nicht dabei sein: Kurz vor Beginn der Veranstaltung musste er verletzungsbedingt absagen. „Das bedauert er wirklich sehr“, sagte Bender, der sich selbst seit vielen Jahren im SV Affeln und im Männergesangverein Affeln engagiert. Folglich fiel ihm die Bestandsaufnahme nicht schwer: „Die Vereine in Affeln funktionieren sehr gut. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Dorfes.“ 

Allerdings finde wenig bis gar kein Austausch zwischen den Vereinen statt. Das sei auf jeden Fall verbesserungswürdig, stellte Bender fest. Auch aus diesem Grund sei der Ansatz, einen Dorfförderverein zu gründen, eine sehr gute Idee. „Aber es gibt noch viele weitere Vorteile“, stellte er fest. So sei es vergleichsweise einfach, Dorfbewohner zu finden, die sich für ein bestimmtes Projekt engagieren wollen. „Ein Vorstandsamt zu besetzen ist dagegen sehr schwierig.“ Das könne sich der Dorfförderverein zunutze machen, indem Projektgruppen gebildet würden. „Und ein solcher Verein kann Fördergelder abgreifen. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um Affeln weiter nach vorne zu bringen“, erklärte Bender. 

Dorfplatz zu wenig genutzt

Der Mitgliedsbeitrag solle niedrig gehalten werden, damit möglichst viele Menschen beitreten: „,Mein Dorf ist mir einen Euro im Monat wert’ – das ist dazu eine unserer Ideen.“ 

Schade sei, dass der Dorfplatz wenig genutzt werde. „Es fehlt eine Art Dorfgemeinschafshaus“, stellte der Affelner fest. In diesem Zusammenhang bedauerte Ortsvorsteher Josef Hochstein, dass es nicht gelungen sei, das Pfarrheim für die Dorfgemeinschaft zu sichern. Dieses sei an einen Privatmann verkauft worden. 

Kleines Häuschen als Vision

Eine Vision sei, vielleicht in der Dorfmitte ein kleines Häuschen zu errichtet, in dem beispielsweise Toiletten, ein Abstellraum für Stehtische und ein kleiner Versammlungsraum untergebracht werden könnten. „Bis es eventuell so weit ist, steht uns das Pfarrhaus zur Verfügung“, sagte Bender. Falls er zum Ortsvorsteher gewählt werde, wolle Stefan Kemper im Pfarrhaus demnächst auch Bürgersprechstunden anbieten. 

Als weitere wichtige Themen für Affeln bezeichnete er die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit unter dem Motto „Affeln kommunikativ“. „Dafür ist bereits ein Arbeitskreis gebildet worden. Ich hoffe, dass unsere Internetseite für Affeln in etwa acht Wochen online gehen kann.“ Alle Vereine hätten dann die Möglichkeit, selbst Inhalte auf die Seite zu stellen, um sie so attraktiv und ständig aktuell zu gestalten. „Es wird eine Plattform mit einem integrierten Redaktionssystem“, erklärte der Affelner. Auch die Nutzung einer eigenen Dorf-App kann sich das Kandidaten-Duo in Zukunft gut vorstellen. 

Terminabsprache soll besser laufen

Das Motto „Affeln kommunikativ“ soll nach Benders Ansicht künftig auch für die jährliche Terminabsprache gelten: Mehrfach hatten Vereinsvertreter und auch Ortsvorsteher Josef Hochstein kritisiert, dass es keine ernsthafte Absprache gebe. Das müsse sich ändern.

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