Behinderte bemerken positive Veränderungen

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Bauamtsleiter Marcus Henninger stand den Diskussionsteilnehmern Rede und Antwort.

Neuenrade - Bereits zum achten Mal traf sich am Mittwochabend die Diskussionsrunde zum Thema „Behinderte sehen das anders“. Ein offener Kreis von Personen, die in den vergangenen Jahren eine Menge bewegt haben. „Und die Teilnehmer werden jedes Mal mehr“, freute sich Initiatorin Gabi Bildstein-Ulianowsky.

Von Markus Jentzsch

Entsprechend stolz wirkte Gabi Bildstein-Ulianowsky, die wie üblich die Diskussion leitete. Nach einer kurzen Begrüßung präsentierte sie ihre persönliche Bilanz. Die Initiative, die sich für Menschen mit Handicaps einsetzt, ließ ihre Ideen bei den Umbaumaßnahmen des Kaisergartens und der Villa am Wall ebenso einfließen wie in eine barrierefreie Gestaltung des Rathauses. Den Kreisel an der Feuerwehr hob ein sehbehinderter Diskussionsteilnehmer als absolut positive Veränderung hervor. Es sind aber keineswegs immer nur die großen Projekte, die das Leben von behinderten Menschen eine Stückchen leichter machen. „Mit kleinen Mitteln Großes bewegen“, stellte Gabi Bildstein-Ulianowsky einen der Grundgedanken hervor und oftmals können Vorschläge mit relativ kleinem Aufwand realisiert werden – wie zum Beispiel die verbesserte Beleuchtungssituation im Umfeld des Jugendzentrums, wo sich der Kreis einmal im Jahr trifft. Bauamtsleiter Marcus Henninger berichtete, wie leicht man dem Wunsch nachkommen konnte. Henninger nutzte die Gelegenheit, um die Werbetrommel zu rühren. Es würden noch Sponsoren für Sitzbänke im Innenstadtbereich gesucht. Was die Platzierung von Ampelanlagen angehe, wäre man stark von der Lage der Versorgungsleitungen abhängig, erklärte Henninger. Deshalb könne man nicht jede Ampel beliebig versetzen.

Etwas ausführlicher besprach die Diskussionsrunde die Erreichbarkeit des neuen Stadtmuseums. Aufgrund der baulichen Umstände wäre ein barrierefreier Zugang nur mit immensen Investitionen realisierbar. Gabi Bildstein-Ulianowsky fragte kurzerhand beim Bürgermeister an, ob man gewisse Ausstellungen temporär zum Beispiel ins Jugendzentrum auslagern könnte. Für Sasse eine denkbar Lösung. Zudem hob das Stadtoberhaupt die positive Entwicklung im Mühlendorf hervor. „Die Grundversorgung hat sich aufgrund der baulichen Entwicklung deutlich verbessert“, stellte Sasse zufrieden fest.

„Behinderte sehen das anders“ ist ein Projekt, das etwas bewirkt. „Hier kann jeder mit seinen Ideen kommen. Es gibt kein starres Diskussionskorsett“, beschrieben Gabi Bildstein-Ulianowsky und Klaus Peter Sasse die Vorteile der zwanglosen Gesprächsrunde.

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