An der Niederheide

Diskussion in der Politik um Hallenbad-Neubau

Die FDP erhofft sich, dass die Gespräche der Verwaltung mit Investor VR Südwestment am langen Ende zu einem Hallenbad-Neubau führen.
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Die FDP erhofft sich, dass die Gespräche der Verwaltung mit Investor VR Südwestment am langen Ende zu einem Hallenbad-Neubau führen.

Am Ende geht es beim Vorstoß der FDP, die ein neues Hallenbad für Neuenrade an der Niederheide neben dem im Bau befindlichen Aldi-Markt möchte, um die Attraktivität der Stadt, die Stärkung des Standortes.

Das soll auch mit Hilfe eines Investors geschehen, was den städtischen Haushalt weniger belasten würde. Aus der Sicht der FDP ergeben sich gerade jetzt durch das laufende Bauprojekt Niederheide besondere Chancen, um an ein neues Bad zu kommen. Es gelte nun den Investor VR Südwestment anzusprechen, ob dieser bereit sei, statt eines Mietshaus neben dem Aldi-Markt lieber ein Hallenbad zu bauen.

Um Standortstärkung geht es auch bei der Rundum-Sanierung des Freibades Friedrichstal. Auch das wäre mit Hilfe von Fördermitteln theoretisch möglich, weshalb hier die CDU einen Antrag stellte. Also: Genug Stoff für eine umfassende Diskussion im Stadtrat am Mittwochabend.

Antrag ist für die CDU „ein alter Hut“

Dabei schien sich die CDU mit dem Thema Hallenbad-Neubau nicht so recht anfreunden zu können: Im Grunde sei der Antrag der FDP doch auch ein alter Hut. Mehrfach sei das Thema gewesen. „Und die Probleme hat man nicht erwähnt“, sagte CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann. Wenn denn das Hallenbad künftig woanders stehe, müsse ein Ersatz her für die Turnhalle über dem jetzigen Bad. Neu sei zumindest der Vorschlag der Liberalen, mit einem Investor zu bauen. Mit dem könne man klären, ob er ein Bad bauen und betreiben würde. Auch Pacht- oder Mietzeiten für die Stadt und das Thema Ausbildungsbetrieb gelte es zu berücksichtigen.

Die Grünen lehnen den Neubau eines Hallenbades ab. „Wir wollen dort die Wohnbebauung, wie sie der Investor plant“, sagte Fraktionschefin Christiane Vollmer. Der Co-Fraktionschef der SPD, Thomas Wette, befürwortete Gespräche mit dem Investor. „Das wäre doch hilfreich.“ Bernhard Peters, Fraktionsspitze der FWG, zeigte sich angesichts des FDP-Antrags erfreut. Er gleiche doch dem FWG-Antrag aus 2019. Platz sei genug da für ein Hallenbad und man solle auch nicht sofort aufs Geld schauen. Denn alles koste Geld – auch ein Fußballplatz sei doch jüngst für 270 000 Euro saniert worden – und der Neubau stehe doch nicht sofort auf dem Plan.

FDP bringt Windrad-Pachtzahlungen ins Spiel

FDP-Mann Jan Schäfer brachte noch einen anderen Aspekt ins Spiel. Es gehe ja erst einmal darum, Kontakt aufzunehmen und die Chancen auszuloten. In Richtung Grüne sagte er, dass derzeit bereits viele Mehrfamilienhäuser in Neuenrade gebaut würden. Außerdem erwähnte Schäfer „die durch die Windräder zu erwartenden Pachtzahlungen“. Die könne man in eine potenzielle Schwimmbad-Finanzierung mit einbauen. Das wäre ja „etwas für das Gemeinwohl“.

Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) gab zu bedenken, dass die Diskussion hier um eine Fläche geführt werde, die der Stadt gar nicht mehr gehöre. Seine Maßgabe für den Fall der Fälle sei es ein Bad zu bekommen, das „für die Bürger und für die Stadt bezahlbar“ sei.

Auch die Schule benötigt Reserveflächen

Zu bedenken sei, dass es bereits viele Bäder in der Umgebung gebe. Vielleicht könne man in Neuenrade auch etwas Interkommunales machen. Er sei auf jeden Fall für die Kontaktaufnahme. Bernhard Peters verwies noch darauf, dass es rings um die Schule noch genug Flächen gebe. Bauamtsleiter Marcus Henninger schränkte das gleich ein. Die Schule benötige auch Reserveflächen. Wie auch immer: Die Stadt wird mit der VR Südwestment Kontakt aufnehmen.

Die CDU bringt eine Sanierung des Freibades ins Spiel.

Auch zur möglichen Freibadsanierung gab es Diskussionen. Die SPD wollte den CDU-Antrag in den Fachausschuss überweisen lassen. Die Grünen schlugen vor, den Antrag um eine mögliche Sanierung des bestehenden Hallenbades zu erweitern. Eine Überweisung in den Fachausschuss lehnte die CDU ab. Man verwies auf zeitlich begrenzt zur Verfügung stehende Fördermittel. FDP und FWG unterstützten den Antrag. Bernhard Peters sagte: „Gut, dass die CDU auch mal was Vorausschauendes tut. So etwas unterstützen wir.“

Letztlich erging ein entsprechender Auftrag an die Verwaltung, hier zu agieren.

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