Diskussion um Hallenbad: Auch FDP fordert einen Neubau

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Die Handwerker sind im Hallenbad derzeit damit beschäftigt, den Hubboden zu reparieren.

Neuenrade – Das Hallenbad auf der Niederheide ist derzeit einmal mehr wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Ursprünglich sollte das Bad nach den Herbstferien in der kommenden Woche wieder öffnen.

Weil die Maßnahme am Hubboden des Beckens aber umfangreicher als zunächst erwartet ausfällt, verzögert sich die Wiedereröffnung um bis zu zwei Wochen. Auch die Kosten steigen. Aus der Politik mehren sich nun die Stimmen, die sich einen Bad-Neubau wünschen. 

Nachdem zunächst und bereits vor Monaten die Freie Wählergemeinschaft Neuenrade (FWG) angeregt hatte, über den Bau eines neuen Bades zumindest nachzudenken, schwimmt mit der FDP nun auch eine zweite Oppositionspartei in diese Richtung. 

Instandhaltung: Steigen die Kosten?

„Es ist langfristig nicht wirtschaftlich, ein marodes Hallenbad ständig zu reparieren, das jährlich für Ausfallzeiten und hohe Kosten sorgt. Reparaturen werden mit fortschreitendem Alter des Bades nicht weniger, ganz im Gegenteil. Es ist weiter mit steigenden Instandhaltungskosten zu rechnen“, sagt Jan Schäfer, stellvertretender Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Neuenrade. 

Die Liberalen fordern daher einen Neubau des Hallenbades, der für den Haushalt langfristig wirtschaftlicher und für den Neuenrader Bürger deutlich attraktiver sei. „Eventuell lässt sich das neue Hallenbad ja in ein Projekt integrieren. Die Stadt Werdohl schafft es mit einer deutlich schlechteren Haushaltslage einen Neubau zu finanzieren. Die Argumente der Verwaltung gegen den Neubau eines Hallenbades sind für die Neuenrader FDP deshalb so nicht nachvollziehbar“, sagt Schäfer. 

In Werdohl ist das neue Bad fertig

In Werdohl haben die Bäderbetriebe in den vergangenen Monaten ein neues Hallenbad neben dem Freibad in Ütterlingsen errichten lassen, dafür das marode bisherige Hallenbad am Riesei aufgegeben. Die Baukosten betragen knapp unter fünf Millionen Euro. Die offizielle Übergabe ist für den heutigen Mittwoch geplant. 

In Neuenrade hatte sich die Verwaltung erst in der vergangenen Woche auf SV-Anfrage noch einmal klar gegen einen Neubau als Alternative ausgesprochen. Stadtkämmerer Gerhard Schumacher führt dabei in erster Linie nicht die Kosten für einen möglichen Neubau an. Probleme würden die steigenden laufenden Kosten für Strom und Wasser machen, wenn man sich für ein neues Becken im 25-Meter-Format entscheidet. Weil dann auch die Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit ausgeweitet werden müssten, entstünden durch weitere erforderliche Mitarbeiter auch höhere Personalkosten.

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