Medienkonzept verabschiedet

Digitalisierung: So soll Hönnequell-Schule auf internationalen Standard gebracht werden

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Sie stellen den Zeitplan für die Digitalisierung der Hönnequell-Schule vor: Schulleiterin Eva Päckert, der städtische IT-Experte Sebastian Schneider und Ira Valsamidou, Leiterin der Abteilung Schule, Kultur, Jugend, Soziales und Recht der Stadt Neuenrade.

Neuenrade – Die Beschreibung von Eva Päckert klingt ein wenig nach Science-Fiction: „Man kann mithilfe der Smart-Boards beispielsweise das Modell eines Herzens in 3D präsentieren – und es sogar in alle Richtung drehen.“

Dass die Leiterin der Hönnequell-Schule (HQS) begeistert ist, ist nicht zu überhören. Das gilt auch für den städtischen IT-Experten Sebastian Schneider: „Was mit diesen digitalen Tafeln möglich wird, ist schon richtig cool.“ 

Nachdem der Rat der Stadt Neuenrade sich am Mittwoch für den Schul-Medienentwicklungsplan ausgesprochen hat, berichten Päckert, Schneider und Ira Valsamidou, die im Hauptamt unter anderem für den Bereich Schule zuständig ist, wie und in welchem zeitlichen Rahmen die Umsetzung an der Hönnequell-Schule angedacht ist. 

Smart-Boards sollen Herzstück werden

„Das Herzstück des Plans sind die 21 Smart-Boards, die die grünen Schultafeln ersetzen werden“, berichtet Sebastian Schneider. Diese digitalen Tafeln (86 Zoll Durchmesser, etwa 2,18 Meter) seien extrem robust und könnten einerseits wie eine herkömmliche Tafel genutzt werden: „Man kann mit dem Finger oder einem speziellen Stift darauf schreiben. Man kann sich Linien, Kästchen oder auch ein Lineal draufziehen.“ Andererseits seien die Smart-Boards eine Präsentationsfläche, die bisher ungeahnte Möglichkeiten biete. 

Der jeweilige Lehrer erhalte einen Chip. „Darauf kann er Lerninhalte speichern und am Smart-Board präsentieren“, erklärt Eva Päckert. Dabei müssten sich die Pädagogen nicht alles selbst erarbeiten: „Wir möchten mit einem Cloud-System arbeiten“, sagt die Schulleiterin. Das ermögliche dem Kollegium, auf Material zurückzugreifen, das von einem anderen Nutzer bereitgestellt werde. „Und es wird schon von vielen Schulen genutzt.“ Andererseits könnten auch die Lehrer der HQS Lerninhalte für Kollegen anderer Schulen – auch außerhalb von Deutschland – bereitstellen. 

iPads für die Lehrer

Damit sich die Pädagogen zuhause optimal auf den Unterricht vorbereiten können, erhalte jeder Lehrer ein iPad. „Unser langfristiges Ziel ist zudem ein digitales Klassenbuch“, berichtet die Schulleiterin. Und auch Eltern und Schüler sollen zukünftig in die Lage versetzt werden, beispielsweise Vertretungspläne online einzusehen. „Das wird allerdings noch eine Weile dauern“, räumt Päckert ein. 

Auch an der Hönnequell-Schule haben die klassischen Tafeln bald ausgedient. Sie werden ersetzt durch Smart-Boards.

Bisher stehen den 405 Hönnequell-Schülern 48 iPads und 50 Notebooks zur Verfügung. Auch das soll sich ändern: Insgesamt 160 iPads würden angeschafft. „Dazu kommen zwei weitere Klassensätze mit Notebooks, insgesamt 60 Stück“, berichtet Schneider. Der klassische PC-Raum der HQS werde ebenfalls neu ausgestattet. 

Zugriff auf spezielle Cloud

Damit auch die Schüler ihre Arbeiten an den Smart-Boards präsentieren können, haben auch sie mit den Schul-iPads Zugriff auf eine spezielle Cloud. „Das ist eine ideale Lösung“, sind alle Beteiligten überzeugt. Ira Valsamidou geht noch einen Schritt weiter: „Wir werden unsere kleine Perle Hönnequell-Schule auf internationalen Standard erheben.“ Die ersten Schritte dafür sind schon erledigt: „Mit dem Glasfaserausbau sind wir durch“, sagt der städtische IT-Experte. „Sobald es möglich ist, ab April oder Mai, werden wir eine dicke Leitung für die Schule buchen. Dann funktioniert das W-Lan im Gebäude überall einwandfrei.“ 

Eva Päckert freut sich besonders, dass „unser junges Kollegium dem Start schon entgegen fiebert“. Digitalisierung sei unumgänglich, stellt sie fest: „Uns ist aber ganz wichtig, dass ein pädagogisches Konzept dahinter steht; und, dass der Einsatz der neuen Medien auch tatsächlich jeweils einen Mehrwert bietet.“ Momentan teste das Kollegium etwa digitale Schulbücher, ob diese eine Option für die HQS seien können, stehe noch nicht fest: „Nur dann, wenn es in unseren Augen auch Sinn macht.“

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